Titel
Schnellbestimmung des Wassergehaltes im Holzscheit - Vergleich marktgängiger Messgeräte
Verfasser
Erscheinungsort
Straubing
Verlag
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
109 S.
Illustrationen
51 Abb., 17 Tab., 38 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
16300
Datensatznummer
161779
Quelle
Abstract
Der Wassergehalt ist der wichtigste qualitätsbestimmende Parameter von Scheitholz. Wegen seiner nachteiligen Wirkungen auf den Ausstoß von gesundheitsschädlichen, organischen Verbindungen und Stäuben im Abgas soll der Wassergehalt bei Scheitholzfeuerungen zukünftig auf 20 % (= 25 % Holzfeuchte) begrenzt werden. Dies ist im Entwurf der novellierten 1. BImSchV vorgesehen und soll im Rahmen der wiederkehrenden Überwachung alle zwei Jahre, und bei Einzelraumfeuerungsanlagen im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Feuerstättenschau alle fünf Jahre durch den Schornsteinfeger überprüft werden. In einer aktuellen Untersuchung des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) wurden 19 verschiedene Messgeräte von 13 Herstellern in 21 verschiedenen Betriebsarten zur Schnellbestimmung der Brennstofffeuchte im Holzscheit vergleichend erprobt.Die Ergebnisse zeigen, dass die Möglichkeiten einer Schnellbestimmung des Wassergehaltes bei Scheitholz begrenzt sind. Das gilt insbesondere für den verbrennungstechnisch kritischen Wassergehaltsbereich > 30 %. Hier wirkt sich aus, dass bei Messungen der elektrischen Leitfähigkeit, oberhalb des Fasersättigungspunktes von Holz (ca. 19 bis 25 % Wassergehalt) offenbar kaum noch ein sicherer Zusammenhang zwischen dem tatsächlichen Wassergehalt und der gemessenen elektrischen Leitfähigkeit besteht.Generell wurde festgestellt, dass der Wassergehalt von Scheitholz bei der Schnellbestimmung mit marktgängigen Messgeräten fast durchgehend unterschätzt wird, so dass bezüglich der Einsatztauglichkeit bzw. der Genauigkeit der Kalibrierung Zweifel angebracht sind. Die mittlere Abweichung des Wassergehaltes vom Sollwert (Referenzwert) lag bei der durchgeführten Versuchsreihe über alle Messgeräte und Einflussparameter (mit Berücksichtigung der Vorzeichen) bei 18,7 %. Die Streuung (ohne Berücksichtigung der Vorzeichen) betrug durchschnittlich 19,8 %.Ferner besteht bei der korrekten Verwendung der Begriffe „Wassergehalt“ und „Brennstofffeuchte“ zum Teil noch einige Unsicherheit oder auch Unkenntnis. Dieser Umstand ist jedoch für die Messergebnisse von großer Bedeutung, da es sich per Definition bei den Begriffen „Feuchte“ und „Wassergehalt“ um völlig verschiedene Parameter handelt.