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  • Titel
    Stoffflussmonitoring für die Abwasserentsorgung Wiens : Optimiertes Stoffflussmonitoring für die Abwasserentsorgung Wiens (OSMA - Wien) : Bericht Phase C : Berichtszeitraum: Januar 2006 - Dezember 2007
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Seiten
    95 S.
  • Illustrationen
    Ill., 22 Lit. Ang.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    16231
  • Datensatznummer
    159730
  • Abstract
    Hauptziel des Projektes ist es, eine Methode zu entwickeln, mit der die über den Abwasserweg transportierten Stoffe Silber, Aluminium, Cadmium, Kupfer, Quecksilber, Blei, Zink, Chrom und Phosphor bestimmt werden können. Dabei sollen auch die Einflüsse unterschiedlicher hydrologischer Ereignisse sowie von gesellschaftlichen Veränderungen auf die Stofffrachten untersucht werden. Zum einen soll unterschieden werden zwischen "Trockenwetter-Basisfrachten", also Frachten, die unabhängig von der Wetterlage auftreten, und Frachten, die zusätzlich bei Regenereignissen von Oberflächen über die Kanalisation zur Hauptkläranlage Wien (HKA) transportiert werden. Zum andern sollen Frachten aus Einzelereignissen, beispielsweise von industriellen Einleitern sowie jahreszeitliche Schwankungen erkannt werden. Bei einer langfristigen Anwendung dieser Methode kann beurteilt werden, ob Metalleinträge aus verschiedenen Herkunftsbereichen wesentliche Veränderungen erfahren. Anhand der Methode sollen auch potenzielle Schadstofffrachten im Ablauf bestimmt werden. Das Stoffflussmonitoring (SFM) dient der Erfolgskontrolle von Maßnahmen in der Abwasserwirtschaft sowie im Betrieb der HKA. Die Ergebnisse aus der zweijährigen Pilot-Monitoring-Phase des OSMA Projektes zeigen, dass eine Überwachung der Zulauffrachten zur Hauptkläranlage im Dünnschlamm möglich ist. Sollen Ablaufkonzentrationen und şfrachten bestimmt werden, sind zusätzliche Analysen im Ablauf der Hauptkläranlage erforderlich. Eine Bestimmung nur mittels Transferkoeffizienten aus den Dünnschlammfrachten wird hierfür nicht empfohlen. Durch das SFM konnte gezeigt werden, dass sich die Reinigungsleistung für Schwermetalle mit der Erweiterung der HKA deutlich verbessert hat. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf den verbesserten Schwebstoffrückhalt zurückführen. Die Ablauffrachten konnten für die meisten Stoffe mehr als halbiert werden. Die Reinigungsleistung liegt nun für die meisten Stoffe deutlich über 80%. Die Anforderung der Qualitätszielverordnung "Chemie Oberflächengewässer" können für die betrachteten Parameter beinahe jederzeit bereits im Ablauf der HKA eingehalten werden. Die Abtrennung einer Basistrockenwetterfracht ist mit der gewählten Methodik für die Parameter Al, Cd, Cu, Zn und Cr möglich. Allerdings sind die Schwermetallfrachten aus den Oberflächen bei Regenereignissen im Verhältnis zur Trockenwetterbasisfracht gering (< 20%). Die Genauigkeit der Bestimmung dieser Frachten ist daher ebenfalls gering (Differenz großer Zahlen). Außer der Beeinflussung der zur HKA transportierten Frachten durch Niederschlagsereignisse lassen sich Schwankungen dieser Frachten durch weitere Einflussfaktoren erklären. Für die Parameter Hg, Pb und Cd lassen sich 5 bis 20% der Jahresfracht Einzelereignissen zuordnen, die auf kurzfristig erhöhte (industrielle) Einleitungen zurückzuführen sind. Cd, Ag und P weisen zudem einen deutlichen Jahresgang auf. Dieser wird für Ag (Abnahme) und P (Zunahme) durch einen höchstsignifikanten Trend über die zwei beobachteten Jahre überlagert. Ein künftiges Monitoring der Zulauffrachten kann über die Erfassung der Wochenmischproben im Dünnschlamm aufgebaut werden. Aus den Beobachtungen können kurzfristige Ereignisse (z.B. Einzeleinleitungen), aber auch Jahresgänge und längerfristige Trends erkannt werden. Über zusätzliche Wochenmischproben im Ablauf können Emissionsfrachten überwacht und bei Änderungen der Betriebsweise der Kläranlage Veränderungen erkannt werden. Ein konkreter Vorschlag für die Umsetzung des Monitoringkonzepts ist im vorliegenden Bericht enthalten. Für eine weitere Verbesserung der Kenntnisse über die Herkunft der Zulauffrachten der betrachteten Stoffe auf der HKA würde sich eine Stoffflussanalyse im Einzugsgebiet anbieten. Das entwickelte Vorgehenskonzept für das routinemäßige Stoffflussmonitoring auf der HKA kann auf weitere Parameter und in anderen Kläranlagen angewendet werden.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142591716231PDFelektronische PublikationVerfügbar