Titel
Untersuchungen über den Blattausbruch und das sonstige Verhalten von Schatten- und Lichtpflanzen der Buche und einiger anderer Laubölzer
Verfasser
Erscheinungsort
Birmensdorf
Verlag
Erscheinungsjahr
1911
Seiten
S. 107-188
Illustrationen
6 Taf., 11 Tab.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
1265
Datensatznummer
157934
Quelle
Abstract
1. Die Versuchsresultate: Die in den Abschnitten I-V mitgeteilten Beobachtungen und Versuche führten zur Erkenntnis folgender Tatsachen: 1. Junge Buchen, Bergahorne, Eschen und Eichen unter Bestandesschirm entfalten im Frühling Knospen vor den nicht überschirmten jungen Pflanzen und ältern Bäumen. Das Ergrünen des Laubwaldes erfolgt im allgemeinen von unten nach oben. Bei der Buche und andern Laubholzarten mit dicht belaubter Krone treiben zuerst die Wasserreiser und die Knospen der untern undn unnern, am meisten beschatteten Teile der Krone aus. 2. An Nordhängen belaubt sich bei uns der Buchenwald im Durchschnitt etwa 8 Tage früher als an Südhängen. 3. Der unter 1. und 2. angegebene Verlauf des Blattausbrauchs beruht auf der Eigenschaft der im Schatten, d. h. im gedämpften, diffusen Licht, gebildeten Knospen früher auszutreiben als die in stärkerem Licht entstandenen. Je mehr sich der Lichtgenuss eines Sprosses dem Mindestmasse des für die betreffende art notwendigen Lichtgenuss nähert, desto früher treiben seine Knospen im Vergleich zu den Knospen besser beleuchteter Sprosse aus. Auf individuellen Anlagen beruhende Unterschiede in der Zeit des Austreibens fallen hier selbstverständlich außer Betracht.