Titel
Contributo alla conoscenza di una granulosi di Eucosma griseana (Hübner) (Tortricidae, Lepidoptera) quale fattore limitante il pullulamento dell'insetto nella Engadin alta
Paralleltitel
Eine Granulosis als Sterblickeitsursache bei einer Gradation von Eucosma griseana (Hübner) (Tortricidae, Lepidoptera) im Oberengadin
Verfasser
Erscheinungsort
Birmensdorf
Verlag
Erscheinungsjahr
1957
Seiten
S. 371-418
Illustrationen
25 Abb., 12 Tab., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
1265
Datensatznummer
157658
Quelle
Abstract
Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung des Lärchenwicklers im Engadin wurden von 1950 bis 1956 auch pathologische Untersuchungen durchgeführt. An zwei Standorten des Oberengadin wurden 1953 die ersten Anzeichen einer sich epizootisch ausbreitenden Viruskrankheit der Lärchenwicklerraupen, einer Granulosi, beobachtet. Schon im Jahre 1954 war die Krankheit auf das ganze Oberengadin verbreitet und ein hoher Prozentsatz von Lärchenwicklerraupen starb daran. Das Virus und seine Beziehungen zum Wirt wurden mit teilweise neuen Methoden untersucht. Die Viruskrankheit zählte im Verlaufe der letzten Gradation zu den wichtigsten Todesursachen und ist als der bedeutendste populationsdynamischer Faktor beim Lärchenwickler im Oberengadin zu betrachten. Durch die Übertragung des Krankheitserregers von Wirt zu Wirt und von Generation zu Generation lässt sich indessen das plötzliche und gleichzeitige Auftreten von Krankheitsfällen im ganzen Oberengadin im Jahre 1954 nicht genügend erklären. In diesem Zusammenhang wird die Frage der "induction" der Virus aufgeworfen. Von besondem Interesse ist die quantitative Bestimmung der Viruswirksamkeit. Die LD50 lag im Jahre 1955 etwas höher als im vorangehenden Jahre; dies deutet auf eine Selektion bei den Lärchenwicklerpopulationen. Im Jahre 1955 war die Popultationsdichte nach Auer bedeutend geringer als im Kulminationsjahre 1954. Es wird auch über eine Mikroporidiose und Nahrungsmangel, zwei weitere Mortalitätsursachen, berichtet. Di untersuchungen bestätigen die kühne Hypothese von Coaz (1894), ass eine unbekannte Krankheit eine bedeutende Rolle als populationsdynamischer Faktor mitspiele. Diese Studie hat andererseits neue Probleme aufgeworfen, deren Lösung die nicht leichte Aufgabe für die Zukunft sein wird.