Titel
Zur Mikrotechnologie der Beschichtung und Verkleinerung von Sperrholz mit Phenolharzen
Verfasser
Erscheinungsort
Birmensdorf
Verlag
Erscheinungsjahr
1963
Seiten
S. 153-212
Illustrationen
36 Abb., 15 Tab., 41 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
1265
Datensatznummer
157540
Quelle
Abstract
Bei der Dimensionsstabilisierung des Holzes bewähren sich eigenhärtende Phenol-Formaldehyd-Tränkharze vorzüglich. Auch ist bekannt, dass durch Tränkung mit solchen Harzen das Holz an Resistenz gewinnt. Es ist deshalb naheliegend, zu prüfen, ob eigenhärtende Phenolharze in der Holzverleimung auch zur Holzvergütung beitragen können, ferner, wie weit die Leimschichten das Holz gegenüber bologischen und witterungsbedingten Einflüssen zu schützen vermögen und schließlich, ob eine Möglichkeit bestehe, beim Verleimen den Schutzeffekt zu erhöhen, ohne die Verleimungsnormen zu verletzten. Die Fragen sind in mikrobiologischen, physikalischen und mikroskopischen Experimenten untersucht worden: 1. Die Ergebnisse der mikrobiologischen Experimete, die im Freiland und im Klimaraum an kleinen Proben mit ungeschützten Kanten vorgenommen wurden, weichen von denjenigen der Kolleschalenversuche nur bezüglich der Intensität des Holzabbaues ab. Im übrigen führen Beobachtungen und Messungen zu folgenden Resultaten: a) Der Pilzbefall nimmt in den geprüften Holzarten ab in der Reihenfolge: Pappel - Buche - Okumé - Tanne. b) Die bei 170° Cgepressten Sperrhölzer werden von Pilzen stärker angegriffen als die bei 140° C und 120° C gepressten. c) Die Pilzresistenz der tegofilmverleimten Sperrholzproben ist deutlich höher als jene der kauritverleimten. Die unbeschichteten Platten werden stärker abgebaut als die beschichteten. Die prozentualen Unterschiede sind aber stark von den Holzarten abhängig und deren Witterungsbeständigkeit direkt proportional. 2. Von den geprüften Pilzen zeigten die Basidiomyceten Polystictus versicolor (L.) Fr. und Coniophora cerebella (Pers.) Duby auf den kaltsterilisierten Sperrholzproben das beste Wachstum. Sie wurden daher vorwiegend als Testpilze verwendet. 3. Die Pilzresistenz in den Verankerungszonen von getränkten Holzmembranen kann mit HIlfe mikroskopischer Untersuchungen nachgewiesen werden. Die Leimfugen, das Harz in den Zwischenräumen des Trägerpapiers und in den Zell-Lumina, ferner die mit Harz getränkten verholzten Zellwände bleiben auch im stark befallenen Sperrholz intakt.