Titel
Marktanalyse zum Holz exotischer Baumarten in Österreich : Diplomarbeit, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Sozioökonomik der Forst- und Holzwirtschaft
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
143 S.
Illustrationen
21 Abb., 24 Tab., zahlr. Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
16190
Datensatznummer
156703
Abstract
Exotische Baumarten werden schon des längeren in Europa angepflanzt. MAYER (1992) empfiehlt für den Ostalpenraum 14 fremdländische Gastbaumarten. Diese sind in abnehmender Reihenfolge der Anbaueignung: Douglasie, Strobe, Japanlärche, Große Küstentanne, Nordmannstanne, Robinie, Roteiche, Schwarznuß, Sitkafichte, Riesenlebensbaum, Scheinzypresse, Schierlingstanne, Koloradotanne und Pazifische Edeltanne. Die vorliegende Diplomarbeit orientiert sich an dieser Empfehlung und legt sie sowohl der Kurzcharakteristik der Baumarten, der Sekundärdatenerhebung als auch der Primärdatenerhebung zugrunde. Die Literaturrecherche zeigt, daß einzelne der oben genannten Baumarten sowohl in forstwirtschaftlicher als auch in holzwirtschaftlicher Hinsicht ihre Berechtigung für Anbau und Nutzung haben. Vor allem die Baumarten Douglasie, Robinie, Roteiche und Schwarznuß sind aus holzwirtschaftlicher Sicht sehr interessant. Fremdländische Gastbaumarten-Marktanalyse: 20% (46) der befragten Säger (174) geben an, fremdländische Gastbaumarten einzuschneiden. Es werden 7 der gefragten 14 Baumarten eingeschnitten. Von diesen 46 schneiden 63% Douglasie ein, deutlich weniger vertreten sind Strobe, Schwarznuß, Robinie, Roteiche, Sitkafichte, Japanlärche und Nordmannstanne . Bei 83% der Säger, die fremdländische Gastbaumarten einschneiden, macht der Anteil am Jahreseinschnitt jeweils weniger als 1% aus. Wenn fremdländische Gastbaumarten eingekauft werden, so werden diese zu annähernd gleichen Teilen (53 und 47%) getrennt bzw. gemeinsam mit anderen Baumarten eingekauft. 50 % der Säger begründen eine Trennung von fremdländischen Gastbaumarten beim Einkauf mit getrenntem Angebot. 44% geben an getrennt einzukaufen, weil diese Baumarten getrennt verarbeitet werden. Bezüglich der Preisentwicklung geben 85% aller Befragten an, keine Preisveränderung in den letzten 5 Jahren bemerkt zu haben. 41 % der Befragten beurteilen die Qualität des Douglasienholzes mit gut, 21% mit mittelmäßig. Ebenso wird die Verwendbarkeit bewertet. Etwas besser werden die holztechnologischen Eigenschaften und der zu erzielende Preis bewertet (52% bzw. 60% urteilen in diesen Fällen mit sehr gut, gut oder mittelmäßig). Auch die Ausbeute wird von 62% mit gut oder mittelmäßig bewertet. Das Angebot, die Nachfrage und der Bekanntheitsgrad der Douglasie wird jedoch in 52%, 69% bzw. 80% mit nicht ausreichend beurteilt. Zu erwähnen sind auch die Baumarten Robinie und Schwarznuß. Die Analyse ergibt, daß diese Baumarten in ihrer Verwendbarkeit, ihren holztechnologischen Eigenschaften und ihrem zu erzielenden Preis ausschließlich mit sehr gut bzw. gut beurteilt werden. 38% beurteilen das Image fremdländischer Gastbaumarten mit "schlechter als vergleichbare heimische Baumarten". 21 % können überhaupt keine Aussage zu dieser Frage machen, obwohl sie fremdländische Gastbaumarten einschneiden. Immerhin 24 % beurteilen das Image mit "gleich gut, im Vergleich zu heimischen Baumarten". Nur 3% beurteilen die ökologische Bedeutung fremdländischen Gastbaumarten im österreichischen Wald als "wertvoll". 31% beurteilen alle gefragten fremdländischen Gastbaumarten mit "weiß nicht". 21% beurteilen alle fremdländischen Gastbaumarten pauschal als "bedenklich". 6% beurteilen sie als "neutral". 38% differenzieren in ihrer ökologischen Beurteilung fremdländischer Gastbaumarten nach einzelnen Baumarten.