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  • Titel
    Vorstudie für einen nationalen Biomasseaktionsplan für Österreich : Endbericht
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Seiten
    100 S.
  • Illustrationen
    41 Abb., 36 Tab.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    16162
  • Datensatznummer
    156419
  • Abstract
    2004 wurden in Österreich rund 99,8 PJ1 - das entspricht mehr als 7 % des Bruttoinlandsverbrauchs an Energie - aus Biomasse bereitgestellt. Beim pro-Kopf-Verbrauch von Holz für energetische Zwecke liegt Österreich im EU-Vergleich nach Finnland, Schweden und Litauen an vierter Stelle und unterstreicht damit seine Position als EU-Mitglied, das seine Energieversorgung in hohem Maße auf umweltfreundliche Energiequellen stützt. Biomassepotenziale in Österreich. Bei einer nachhaltigen Nutzung des Biomassepotenzials könnte Österreich den Biomasseeinsatz bis 2010 auf 193 PJ erhöhen und damit beinahe Verdoppeln. Bis 2020 ist theoretisch eine Steigerung auf 256 PJ möglich. Das entspricht einem Zuwachs um das 2,5-fache gegenüber 2004. Bezogen auf mögliche Einsatzgebiete ergibt sich folgendes Bild: Die größte theoretisch machbare Steigerung gibt es bei Biokraftstoffen von 1,2 PJ im Jahr 2004 auf 34 PJ im Jahr 2010 bzw. 72 PJ im Jahr 2020. Der Primärenergieeinsatz von Biomasse zur Stromerzeugung steigt von 2,4 PJ im Jahr 2004 auf 17 PJ bis 2010 bzw. 19 PJ bis 20202. Bei der Wärmeerzeugung aus Biomasse (Einzelöfen, Zentralheizungen, Biomasseheizwerke und Ökostrom-KWK-Anlagen) wird eine Steigerung des Primärenergieeinsatzes von 96,1 PJ auf 142 PJ bis 2010 bzw. 165 PJ bis 2020 prognostiziert. Biomasse am Wärmemarkt. Die Prognosen für den Bedarf an Brenn- und Scheitholz, Briketts, Pellets, Hackgut und Rinde ergeben bei der Wärmeerzeugung (ohne Ökostrom-KWK-Anlagen) eine Steigerung von 93,6 PJ im Jahr 2004 auf 115 PJ im Jahr 2010 bzw. auf 130 PJ bis 2020. Die höchsten Steigerungsraten werden für den Einsatz von Pellets prognostiziert. Die Bedarfssteigerung wird in diesem Segment von 2004 bis 2010 mit 280 % und von 2004 bis 2020 mit 640 % eingeschätzt. Im Gegenzug wird angenommen, dass der traditionelle Brenn- bzw. Scheitholzeinsatz bis 2010 stagniert. Aufgrund des Ersatzes von Scheitholzkesseln und -einzelöfen durch komfortable automatische Kesselanlagen wird der Brennstoffeinsatz in diesem Segment bis 2020 voraussichtlich um etwa 10 PJ zurückgehen. Die Ausweitung des Biomasseeinsatzes würde neben einer anteiligen Umstellung der Wärmeversorgung von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energieträger im Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbereich auch die Umstellung von mindestens 200.000 Haushalten bis 2010 bzw. 400.000 Haushalten bis 2020 voraussetzen. Um dies zu erreichen, sind entsprechende Rahmenbedingungen und Förderinstrumente erforderlich, insbesondere um Entscheidungen zum Energieträgertausch zu unterstützen. Biomasse am Strommarkt. Bei der Stromproduktion auf Basis von Biomasse zeichnet sich ein starker Zuwachs ab. Im Jahr 2003 betrug die Ökostromproduktion aus Biomasse noch 218 GWh. Werden alle anerkannten Anlagen tatsächlich errichtet, steigt die Produktion bis 2010 auf 3,7 TWh.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142526816162PDFelektronische PublikationVerfügbar