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  • Titel
    Resultate der Waldstrukturaufnahme Enneschte Bësch
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Luxemburg
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Seiten
    71 S.
  • Illustrationen
    34 Abb., 20 Tab., 68 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    16078
  • Datensatznummer
    153050
  • Quelle
  • Abstract
    Der "Enneschte Besch", in dem seit der Ausweisung zum Naturwaldreservat im Jahre 2005 (AEF 2006) keine Eingriffe mehr getätigt wurden, bleibt seiner natürlichen Entwicklung überlassen. In dem 86,4 ha großen Untersuchungsgebiet, welches auf den Territorien der Gemeinden Bertrange und Leudelange liegt, wurde eine Waldstrukturaufnahme-Luxemburg (TOBES u. KÄRCHER 2007) durchgeführt. Ziel dieses Verfahrens ist es, periodisch Bestandesstrukturen zu beschreiben um die dynamischen Bestandesentwicklungen in Zeitreihen zu dokumentieren. Eine direkte Vergleichbarkeit wird durch die Anbindung an permanente Stichprobenpunkte gewährleistet. Die Aufnahmen wurden in einem 50 m x 100 m Probekreisraster durchgeführt. Insgesamt wurden 54 Stichprobenpunkte aufgenommen. Da die Kreise 13,16 und 26 wegen Dichtstandes nur mit halbierter Fläche von 0,05 ha aufgenommen wurden, beträgt die untersuchte Stichprobenfläche 5,25 ha. Bei einem Gesamtvorrat von 396 Vfm/ha, entfallen 389 Vfm/ha auf die lebenden und 7 Vfm/ha auf die toten Baumindividuen. Mit einem lebenden Vorratsanteil von 219 Vfm/ha erreicht die Traubeneiche einen Prozentsatz von rund 56 %. Ein Viertel, d.h. rund 28 %, entfallen auf die Rotbuche. Der Großteil des Vorrats dieser beiden Baumarten wird durch Individuen in der oberen Hälfte der Bestandeshöhenschichten (>25 m) gebildet. 92 % des Traubeneichenvorrats und 88 % des Buchenvorrats befinden sich in diesen Schichten. Somit wird das Kronendach überwiegend von diesen beiden Baumarten gebildet, was durch die Ergebnisse der Luftbildinterpretation bestätigt wird. Das Totholzvolumen teilt sich in liegendes (4 Vfm/ha) und stehendes (3 Vfm/ha) Totholz auf. Der überwiegende Teil hat die Zersetzungsgrade 2 und 3 und erreicht Durchmesser zwischen 20 und 59 cm. Der größte Totholzanteil ist der Baumart Traubeneiche zuzuschreiben. Die Traubeneiche verjüngt sich wegen der starken Beschattung durch die Rotbuche schlecht. Bei einer Verjüngungszahl von durchschnittlich 69.037 Individuen/ha entfallen 47.435 Ind./ha (69 %) auf die Hainbuche. Teilweise sind in den Verjüngungskegeln auch Esche und Ahorn vorzufinden, die sich wohl partiell durchsetzen und in die Oberschicht hineinwachsen werden. Die Baumartenvielfalt wirkt sich auf die einzelnen Strukturdiversitätsindizes aus, die zur Charakterisierung des Waldbestandes herangezogen werden. Der "Enneschte Besch" erreicht einen mittleren Waldstrukturdiversitätswert von 2,37. Als zusätzlicher Index wird die Evenness (Maß der Gleichverteilung) herangezogen. Je näher der Wert zu eins hin tendiert, desto gleichmäßiger belegen die Strukturmerkmale die Stichprobenpunkte. Die Evenness liegt bei 0,89. Kleinstrukturen spielen im Untersuchungsgebiet eine große Rolle. Bei der WSA-L konnten insgesamt 466 Strukturen erfasst werden. Knapp ein Viertel bezieht sich auf Rindenrisse. In der Diskussion wird auf die unterschiedlichen Methoden der Beschreibung der Bestandesschichtung und die Frage der Messbarkeit der Biologischen Vielfalt eines Waldes am Beispiel "Enneschte Besch" eingegangen. Des Weiteren wird auf die im NWR vorgefundene Totholz-Verteilung, -Qualität und -Dynamik eingegangen. Anhand der Ergebnisse der WSA-L im "Enneschte Besch" wird eine Einordnung in die Waldentwicklungsphasen nach LEIBUNDGUT (1978) vorgenommen und eine Prognose für die zukünftige Entwicklung versucht. Schon jetzt ist eine gewisse Dynamik im "Enneschte Besch" hinsichtlich des Jungwuchses und der in die Eichen einwachsenden Rotbuchen festzustellen. In wie weit sich dieser Prozess weiterentwickeln wird, kann deutlicher nach einer Folgeuntersuchung beschrieben werden.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142428416078MonographieBüchermagazinVerfügbar