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  • Titel
    Resultate der Waldstrukturaufnahme Betebuerger Bësch
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Luxemburg
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Seiten
    75 S.
  • Illustrationen
    38 Abb., 24 Tab., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    16078
  • Datensatznummer
    153049
  • Quelle
  • Abstract
    Der "Betebuerger Besch" zählt mit einer Gesamtfläche von 237,3 ha zu einem der größten Naturwaldreservate Luxemburgs. Das Gebiet liegt in den Gemeinden Bettembourg, Leudelange und Roeser. Die Waldstrukturaufnahme-Luxemburg nach Tober u. Kärcher (2007) basierend auf dem Verfahren nach KÄRCHER et al. (1997) wurde Jahre 2006 durchgeführt. Ziel dieses Verfahrens ist, die Bestandesstrukturen zu einem gegebenen Zeitpunkt zu beschreiben. Durch Waldinventuren permanenten markierten Probekreisen wird eine Vergleichbarkeit über mehrere Jahrzehnte hin gesichert und damit der Aufbau von Entwicklung-Zeitreihen ermöglicht, mit denen dynamische Entwicklungen beschrieben werden können. Das Verfahren wurde im Kerngebiet vom Naturwaldreservat angewendet (155 ha). Die Aufnahmen wurden in einem 100 m x 100 m Probekreisraster durchgeführt. Insgesamt wurden 78 Probekreise aufgenommen. In der Regel haben die Probekreise eine Fläche von 0,1 ha, können oder bei einer hohen Anzahl an Baumindividuen auf 0,05 ha reduziert werden. Die aufgenommenen 78 Probekreise ergeben eine Gesamt-Aufnahmefläche von 7,5 ha. Mit einem Vorratsanteil von 74 % (417 Vfm/ha) ist die Rotbuche die Hauptbaumart. Weitere wichtige Arten sind die Hainbuche sowie die Trauben- und die Stieleiche. Sonstige Baumarten sind mit 2 % vertreten. Der lebende Bestand hat einen Vorrat von 561 Vfm/ha. Die Rotbuche befindet sich zu 88,8 % in den Höhenschichten über 30 m. Der Totholzanteil liegt für das erst kürzlich ausgewiesene Naturwaldreservat schon bei 20 Vfm/ha und entspricht 3 % des Gesamtvorrats. Drei Viertel des Totholzes liegen. Der überwiegende Teil weist eine beginnende Zersetzung auf. Der Jungwuchs wird im Wesentlichen von der Rotbuche dominiert. Bei einer Gesamtanzahl von 24.506 Individuen pro Hektar ist die Rotbuche mit 19.141 vertreten. Es ist anzunehmen, dass die Rotbuche als Hauptbaumart nur bei großflächiger Störung anderen Baumarten zeitweilig Platz machen wird. Ein ähnlich homogenes Bild zeigt sich auch bei der Luftbildauswertung. 114 ha sind als gleichmäßig einschichtig eingestuft und lediglich 13 ha weisen eine zweite Schicht auf. Die Beteiligung der Rotbuche am Kronendach wird mit 69 % angegeben. Die strukturelle Vielfalt der Bestände wird mit Hilfe eines Waldstrukturdiversitätsindexes bestimmt und liegt für den "Betebuerger Besch" durchschnittlich bei 2,22. Die Evenness, als Index für die gleichmäßige Verteilung der Strukturelemente liegt bei 0,89. Neben diesen Indizes, bietet die Anzahl der Kleinstrukturen am einzelnen Baum eine Aussage über mögliche Habitate, die zur Steigerung der Biodiversität beitragen können. Insgesamt wurden 1.022 Kleinstrukturen erfasst, wovon Zwiesel den Hauptanteil ausmachen.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142428316078MonographieBüchermagazinVerfügbar