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  • Titel
    Resultate der Waldstrukturaufnahme Laangmuer
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Luxemburg
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Seiten
    63 S.
  • Illustrationen
    23 Abb., 19 Tab., 40 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    16078
  • Datensatznummer
    153048
  • Quelle
  • Abstract
    Das "Laangmuer" liegt im größten zusammenhängenden Waldgebiet Luxemburgs, dem Grünewald. Das 103,37 ha umfassende Gebiet wurde 2005 zum Naturwaldreservat erklärt. Es liegt im Wuchsgebiet "Gutland", im Wuchsbezirk "Schoffielser und Müllerthaler Gutland". Im Naturwaldreservat "Laangmuer" wurde im Jahre 2005 erstmals eine Waldstrukturaufnahme durchgeführt. Das Hauptziel dieser Aufnahme besteht in der Beschreibung der Bestandesstrukturen, basierend auf einem Stichprobenverfahren, das nach Folgeaufnahmen einen Vergleich zwischen den Waldinventuren ermöglicht und somit Aussagen über die dynamischen Entwicklungen im Untersuchungsgebiet liefern kann. Die Aufnahmen wurden in einem 100 x 100 m Probekreisraster durchgeführt. Dadurch ergaben sich 79 Probekreise, von denen elf nicht aufgenommen wurden, da die Stichprobenmittelpunkte in der Pufferzone lagen. In der Regel haben die Probekreise eine Fläche von 0,1 ha, können aber bei einer hohen Anzahl von Baumindividuen auf 0,05 ha reduziert werden. Die aufgenommenen 68 Probekreise haben eine Gesamtaufnahmefläche von 6,5 ha und repräsentieren somit 6,3 % der Naturwaldreservatsfläche bzw. etwa 9,5 % der sich völlig fei von menschlichen Eingriffe entwickelnden Kernfläche. Die Hauptbaumart im Naturwaldreservat ist die Rotbuche, die mit 90 % den größten Vorratsanteil hat. Die verbleibenden 10 % verteilen sich mit 6 % auf die Traubeneiche, 3 % auf die Gemeine Fichte und zu einem Prozent auf Sonstige Baumarten. Der lebende Bestand hat einen Vorrat von 408 Vfm/ a, wovon die Rotbuche 369 Vfm/ha ausmacht. ist 70 ha des Gebietes sind gleichmäßig einschichtig. Die Rotbuche dominiert in der herrschenden Schicht und ist in allen Höhenklassen zu finden. Der Schwerpunkt des Vorrates der Rotbuche liegt mit 308 Vfm/ha in der Höhenschicht >35 m. Auch im Jungwuchs besitzt die Rotbuche die Vormachtstellung. Bei einer Gesamtindividuenzahl von 20.051 Stück über alle Höhenklassen verteilt, entfallen 19.735 Individuen auf die Rotbuche. Der Hauptanteil mit 13.456 Stück/ha ist in der Höhenklasse 1 (<11 cm) zu finden. Wegen der erst vor kurzem erfolgten Ausweisung als Naturwaldreservat konnte sich bis jetzt nur wenig Totholz in Höhe von 11 Vfm/ha bzw. 2,6 % des Gesamtvorrates ansammeln, das sich hauptsächlich im Zustand beginnender und fortgeschrittener Zersetzung befindet. Die Stratifizierung anhand des Luftbildes nach natürlichen Alterstufen ergibt, dass 73 ha der Fläche mit starkem Baumholz bestockt sind, das durch 49 Probekreise repräsentiert wird. Das zweite Stratum "Stangenholz", wird durch 7 Probekreise repräsentiert und hat eine Fläche von 10,4 ha. Aus der Waldstrukturaufnahme wurden im Naturwaldreservat "Laangmuer" Waldstrukturdiversitätswerte nach WEBER (1999) berechnet. Die Werte schwanken zwischen 0 und 2,51. Der Durchschnittswert liegt bei 1,58. Die Evenness als Maß für die Gleichverteilung der einzelnen Elmente beträgt 0,81. Die aus der Waldstrukturaufnahme gewonnenen Informationen für die bisherige und zukünftige Baumartenentwicklung wurden diskutiert und eingeschätzt. Prognosen für den Jungwuchs und das Totholz wurden aufgestellt und lassen vermuten, dass kein Wechsel des Bestandestyps auftreten wird. Es wird die Hypothese vertreten, dass die Buche, sofern kein Störereignis auftritt, anderen Baumarten nur zeitweilig Platz machen wird, aber langfristig die Hauptbaumart bleibt.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142428216078MonographieBüchermagazinVerfügbar