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  • Titel
    Die Konstruktionsgrundlagen der Axt
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Hamburg
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1959
  • Seiten
    66 S.
  • Illustrationen
    67 Abb., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    638
  • Datensatznummer
    151446
  • Quelle
  • Abstract
    Die Axt ist wahrscheinlich aus der Grundform einer Holzkeule hervorgegangen, in welche ein vom Wasser flach geschliffener Flußstein eingesetzt worden ist. Konkave Abschläge beiderseits der Schnittkanten steinerner Äxte machen die Schneide bruchgefährdet und schließen eine Holzbearbeitung im heutigen Sinne aus. Erst als die Schneide durch einen passenden Anschliff eine parabolide Form erhält, vermag sie den bei der Holzarbeit auftretenden seitlichen Drücken standzuhalten. Dadurch wird wahrscheinlich die Einführung der Holzbauweise ermöglicht worden sein. Die Befestigung des Axtstieles war von jeher schwierig und ist selbst in heutiger Zeit noch nicht befriedigend gelöst. Seine Form ist zu allen Zeiten häufig unzweckmäßig; auch die Stiellänge entspricht nicht immer den Anforderungen des ein- und zweihändigen Gebrauchs. Der Nacken der Axt wird frühzeitig zu wirksamen Schlagformen ausgebildet. Das Axtblatt dient vornehmlich zur Herstellung des gewünschten Abstandes des Stieles zur Schneide und zur Gewichtserhöhung. Es ist entsprechend dem gewünschten Zweck verschieden lang und breit ausgebildet. Die Schneidenbreite beeinflußt das Arbeitsvermögen der Axt wesentlich. Die Schneidenkrümmung erscheint notwendig, um mit der Axt aus verschiedenen Winkelstellungen heraus schlagen zu können und die Haftfähigkeit an ebenen Flächen zu erhöhen. Die Stellung der Schneide zum Stiel ist dann der Schlagbewegung am besten angepaßt, wenn die Länge des Stieles - gerechnet bis Axthausmitte - annähernd gleich der Entfernung Stielende-Axtschneidenmitte ist. Dies gilt ohne Rücksicht auf die Länge des Blattes. Um die Prellung der Axt möglichst niedrig zu halten, soll der Auftreffpunkt hinter der Axtschneidenmitte stielwärts verschoben liegen. Die Oberflächenfeinglättung verringert nicht die Erwärmung der Axtschneide. Die Gründe konnten nicht geklärt werden. Die Politur ist trotzdem anzuraten, um Ausgangspunkte von Kerbrissen zu vermeiden. Das Gewicht der Äxte soll so niedrig wie möglich gehalten werden. Es hat sich in erster Linie nach dem zu bearbeitenden Objekt zu richten. Material und Herstellung von eisernen Ästen aus verschiedenen Zeitabschnitten wurden untersucht. Es wird eine Axt beschrieben (Iltisaxt), welche mit einem besonders dünnen Blatt ausgestattet ist. Das Blatt ist durch seine Elastizität in der Lage, einen Teil der auf die Schneide einwirkenden Biegungskräfte zu übernehmen und und die bruchgefährdete Schneide dadurch zu entlassen. Bei richtigem Anschliff wird fernerhin der Eindringungswiderstand durch das dünne Blatt wesentlich herabgesetzt. Ein historischer Überblick über die Entwicklung der Axt und ihres Stieles zeigt die grundsätzliche Übereinstimmung der Konstruktionsgrundlagen alter und neuer Äste.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1423939638ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar