Titel
Lawinenökologische Untersuchungen im Bereich der Glöckklammlawine (Tarrenz / Tirol) als Grundlage für die Projekterstellung und Gefahrenzonenabgrenzung : Diplomarbeit, Universität für Bodenkultur, Institut für Forsttechnik
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1991
Seiten
236 S. + Kartenteil
Illustrationen
87 Abb., 17 Tab., 67 Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
16053
Datensatznummer
151397
Abstract
Es wurde versucht, mit den verschiedenen Berechnungsmodellen die Auslauflänge der Lawine zu ermitteln. Allgemein muß dazu festgehalten werden, daß nur möglich ist. Die Nachrechnung der Lawine nach dem Programm "Lawine-Imst" basiert auf dem Modell von VOELLMY (1955), jedoch wurden einige Modifikationen vorgenommen: Erstens wird mit einem geschwindigkeitsabhängigen gerechnet, das im Auslauf verdoppelt wird, zweitens wird der Turbulenzbeiwert mit 1300 Lawinen (siehe HAGEN-HUFNAGL (1986)) zu den besten Ergebnissen geführt hat. Dieses Modell rechnet mit höheren Geschwindigkeiten in der Sturzbahn, weil durch die größere Neigung im Anbruchgebiet eine größere Geschwindigkeit entsteht und somit kleiner wird. Dieses Modell stimmt bei längeren Auslaufstrecken deswegen sehr gut, weil das doppelte im gut kompensiert. Alle anderen Berechnungsmethoden, Laatsch, Laatsch-Zenke-Hildebrandt, Voellmy und Bakkehoi - Lied - Domaas lieferten unwahrscheinliche Ergebnisse bzw. führten bei ihrer Anwendung kleine Änderungen der Parameter, die niemand in diesem Genauigkeitsmaß bestimmen und abschätzen kann, zu großen Veränderungen in der Auslauflänge. Das Programm der "Lawine B imst" kommt den Verhältnissen der Glöckklammlawine am besten entgegen, zumal schon die Eingabeparameter die feinste Differenzierung aufweisen und die Auslauflängen mit den Interpretationsprofilen und den Überlieferungen aus der Chronik gut übereinstimmen. Dieses Modell wurde zur Abgrenzung der Gefahrenzonen verwendet (siehe Gefahrenzonenplanung).