Titel
Unterlagen für ein Projekt und die Modifikation des Gefahrenzonenplanes im Bereich dem Gample (Gamplehn) - Lawine in Mandarfen, Gemeinde St. Leonhard im Pitztal / Tirol : Diplomarbeit, Universität für Bodenkultur, Institut für Forsttechnik
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1990
Seiten
403 S.
Illustrationen
Ill., graph. Darst., zahlr. Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
16044
Datensatznummer
151306
Abstract
Die für die Beurteilung der Schneesituation im Bereich der Gample-Lawine erforderlichen Niederschlagsmeßdaten wurde in erster Linie der nur wenige hundert Meter entfernten Meßstation Plngeroß entnommen. Diese Station weist eine Meßreihe von über 70 Jahren auf. Ein Vergleich mit den Niederschlagsmeßstationen des Ötztales hat ergeben, daß das Ötztal noch kontinentaler als das Pitztal ist und die Verwendung von Daten aus dem Ötztal im Bereich der Gample-Lawine zu geringen maximalen Schneehöhen führen würde. Eine Untersuchung der Wetterlagen vor Lawinengroßereignissen im Arbeitsgebiet hat ergeben, daß in allen Fällen Nord-West-Wetterlagen mit einer raschen Tiefdruckverlagerung von der Nordsee in den Raum von Polen für die extremen Schneefälle verantwortlich war Die Ermittlung der maximalen Gesamtschneehöhen nach verschiedenen Verfahren brachte das Ergebnis, daß in 2250 m Höhe mit etwa 4.50 m und in 2550 m Höhe mit etwa 5.20 m Gesamtschneehöhe zu rechnen ist. Infolge einer Erhebung im Arbeitsgebiet (Ausaperungskartierung, Vegetationskartierung, Wächtenbildungen) kann gesagt werden, daß der für Schneeverfrachtungen maßgebliche Wind der Südwind ist. Die Berechnung der Lawinenauslaufstrecken und der Lawinengeschwindigkeiten, wurde in erster Linie nach dem Modell der gleichförmigen turbulenten Strömung von VOELLMY (1955) vorgenommen, wobei der Gleittreibungskoeffizient nach SCHAERER (1975) mit 5/Vmax und der Turbulenzbeiwert in Anlehnung an BUSER/FRUTIGER (1980) mit 1300 m/s¬ angenommen wurden.