Titel
Kartierung der Vulnerabilität in Karstgebieten (Methode EPIK) : Praxishilfe
Paralleltitel
Cartographie de la vulnerabilite en regions karstiques (EPIK) = Cartografia della vulnerabilita in regioni carsiche (EPIK) = Vulnerability mapping in karst areas (EPIK)
Erscheinungsort
Birmensdorf
Verlag
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
56 S.
Illustrationen
27 Abb., 6 Tab., 28 Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
14285
Datensatznummer
145972
Quelle
Abstract
EPIK ist eine Multikriterien-Methode zur kartographischen Erfassung der Vulnerabilität in Einzugsgebieten von Karstquellen und Karst-Grundwasserfassungen. Vulnerabilitätskarten bilden die Grundlage für die Ausscheidung der Grundwasserschutzzonen in Karstgebieten. Die EPIK-Methode trägt der spezifischen Grundwasserdynamik in Karstaquiferen Rechnung. Berücksichtigt werden vier Kriterien: (1) Entwicklung des Epikarsts, (2) Schutzwirkung der Deckschicht (Protection), (3) Infiltrationsverhältnisse und (4) Entwicklung des Karstnetzes. Für jedes Flächenelement eines Untersuchungsgebietes werden für jedes der vier Kriterien E, P, I und K die zugehörigen Indizes ermittelt und separat auskartiert. Jedes Kriterium ist zudem, in Abhängigkeit seiner Schutzfunktion, mit einem Koeffizienten gewichtet. Die Summe der ermittelten Werte ergibt den Schutzfaktor F für jedes Flächenelement. Aus der räumlichen Verteilung von F resultiert eine Vulnerabilitätskarte, welche manuell oder mittels eines GIS erstellt werden kann. F-Werte können direkt und in nachvollziehbarer Weise zur Ausscheidung der Grundwasserschutzzonen S1, S2 und S3 verwendet werden. Die EPIK-Methode wurde im Rahmen mehrerer Pilotstudien in verschiedenen Gebieten der Schweiz mit unterschiedlichen Karsttypen - im Zusammenhang mit periodischen Verschmutzungen des Trinkwassers durch die Landwirtschaft - geprüft. Dabei ermöglichten die Vulnerabilitätskarten die Ausscheidung neuer Schutzzonen, die in der Folge durch Markierversuche und geophysikalische Untersuchungen verifiziert wurden.