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  • Titel
    Waldkonversion und Bodendegradation in Bergregenwaldgebieten Guatemalas (Alta Verapaz). : Ein Beitrag zur Biodiversitätsforschung in sensiblen tropischen Ökosystemen. : Dissertation, Georg-August-Universität Göttingen
  • Paralleltitel
    Forest Conversion and Soil Degradation of Tropical Montane Cloud Forests in Guatemala (Alta Verapaz) = Cambio de uso de tierra y degradación de los suelos en áreas de bosques nubosos en Guatemala (Alta Verapaz)
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Seiten
    233 S.
  • Illustrationen
    62 Abb., 31 Tab., 17 Karten, zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    15846
  • Datensatznummer
    145791
  • Abstract
    Die naturräumliche Lage Guatemalas hat dazu geführt, dass sich hier im Hinblick auf die Artenvielfalt ein hotspot mit besonders hoher Schutzpriorität entwickelt hat. Aufgrund der hohen Abholzungsrate in Guatemala sind vor allem die guatemaltekischen Bergnebelwälder in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark unter Druck anthropogener Einflüsse geraten. Die jährliche Abholzungsrate von 1,7% auf nationaler Ebene verdeutlicht die Gefährdung. Zudem sind mit der traditionellen Landnutzung der Maya-Qęeqchi-Bevölkerung in den Bergnebelwaldgebieten Guatemalas prägnante pedoökologische Veränderungen verbunden, die Auswirkungen auf verschiedene Bodenfunktionen nach sich ziehen. Im Hinblick auf eine nachhaltige Bodennutzung und die Erhaltung der Biodiversität ist der Schutz von Bodenfunktionen dringend erforderlich. In diesem Kontext liefert die Implementierung der Ressource Boden in die Biodiversitätsstrategie Guatemalas eine gute Möglichkeit, durch die gesetzliche Verankerung eine langfristige Verbesserung zu gewährleisten. Im Rahmen dieser Arbeit sind zum einen die Prozesse der Waldkonversion, Zunahme der Fragmentierung sowie die Quantifizierung der Landschaftsveränderung dokumentiert worden. Zum anderen ist das Landnutzungspotential in den unterschiedlichen Landnutzungssystemen anhand der bodenfruchtbarkeit bestimmt worden. Die Erkenntnisse dieser Untersuchung zur Waldkonversion und Bodendegradation in den Bergnebelwäldern Guatemalas geben Aufschluss über die realen und potenziellen Folgeerscheinungen auf die Biodiversität. Der Umfang und die Komplexität dieser Arbeit tragen zur Vervollkommnung der Kenntnisse über das Ökosystem der Bergnebelwälder bei und erlauben Rückschlüsse auf ähnliche Naturräume Zentralamerikas. Folgende Fragestellungen und Zielsetzungen lagen dem Forschungsprojekt zugrunde: - Quantifizierung der Prozesse der Waldkonversion, Landschaftsveränderung und Analyse der Landnutzungsdynamik. Welche durch menschliche Aktivitäten hervorgerufene Umweltveränderungen liegen vor? - Agrarökologische Bewertung und Analyse der Qualität und des Nutzungspotenzials der Böden im Untersuchungsgebiet mittels bodenphysikalischer, bodenchemischer und bodenbiologischer Analytik. Ist eine Degradation des Bodens durch die traditionelle landwirtschaftliche Nutzung der Qęeqchi-Bevölkerung eingetreten? - Wenn dem so ist, welche Konsequenzen lassen sich daraus zur Vermeidung zukünftiger Bodendegradation folgern? Lässt sich eine Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei Änderung der Nutzungsform erwarten oder gar nachweisen? - Welche mikroklimatischen Veränderungen liegen aufgrund der Waldkonversion vor? Ein Vergleich von Primärwald, Sekundärwald und milpa-System. - Beschreibung der Landnutzung der Maya-Qęeqchi-Bevölkerung, im Besonderen der Landrodung sowie des Anbaus und der Bewirtschaftung, vor allem im Hinblick auf die Unterschutzstellung von Gebieten. - Lässt sich die Thematik BodendegradationŃ in der Neuauflage der nationalen Biodiversitätsstrategie Guatemalas 2004 verankern?