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  • Titel
    Wertschöpfungskette Waldhackgut : Optimierung von Ernte, Transport und Logistik
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Seiten
    238 S.
  • Illustrationen
    176 Abb., 94 Tab., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    15816
  • Datensatznummer
    145322
  • Quelle
  • Abstract
    Im Rahmen des Ökostrom-Gesetz 2002, entstand bei den Energieversorgern eine Planungs- und Baueuphorie für Biomasseheizkraftwerke. Ziel der Gesetzgebung ist es, dass, mit Ausnahme der Wasserkraft, bis 2010 die Stromproduktion aus erneuerbaren Ressourcen auf 10% gesteigert wird. Österreich erlebt dadurch einen Boom im Bereich der Energieholznutzung. Aufgrund der Steigerung der Nachfrage an ökologischen Brennstoffen, eröffnen sich auch für Waldhackgut neue Fragen im Hinblick auf die Verfügbarkeit, Bereitstellung bzw. Logistik. Derzeit werden in Niederösterreich und Wien 333 Biomasseheizkraftwerke betrieben oder befinden sich in Bau. Die Erhebung des Brennstoffbedarfs erfolgte durch Rückfrage bei Behörden sowie Heizwerkbetreibern. Bis zum Jahresende 2007 wurde ein Energieholzbedarf von knapp 6 Mio. SRM prognostiziert. Davon entfallen 3,5 Mio. SRM auf Waldhackgut. Gebiete mit hohem Brennstoffbedarf konzentrieren sich auf Siedlungskonglomerationen entlang des Donautals und im Wiener Becken. Der Kenntnis über die Höhe und geografische Verteilung des Energieholzpotenzials kommt sowohl politisch als betrieblich eine strategisch hohe Bedeutung zu. Gebiete mit hohem Brennstoffpotenzial konzentrieren sich auf den Bereich des Alpenbogens und im Waldviertel. Die Abschätzung der energetisch verwertbaren Holzmenge erfolgt mit Hilfe der Daten der Österreichischen Waldinventur und bei einer Unterstellung von drei konkreten Nutzungsszenarien. Bei Beibehaltung des aktuellen Nutzungsverhaltens ergibt sich im Untersuchungsgebiet ein Energieholzpotenzial von 1,097 Mio. FM pro Jahr. Beim Abbau der Pflegerückstände innerhalb von 10 bzw. 20 Jahren fallen 1,391 bzw. 1,167 Mio. FM an. Die Verfügbarkeit und die Verteilung der Ressource Energieholz haben erheblichen Einfluss auf die Bereitstellungskosten. Bisher spielte Waldhackgut als Brennstoff eine geringe Rolle, weil die Bereitstellungskosten im Vergleich zu alternativen Brennstoffen zu hoch waren. Bei der Bereitstellung von Energieholz soll sichergestellt werden, dass der gewünschte Brennstoff in ausreichender Menge, adäquater Qualität und zu einem bestimmten Zeitraum zur Verfügung steht. Qualitätsstandards werden durch Art und Größe der Feuerungsanlage vorgegeben. Bereitstellungsverfahren sollten Transportmöglichkeiten, Lagerkapazitäten sowie den vorhandenen Maschinenpark berücksichtigen. Die Entscheidung des Mechanisierungsgrades wird maßgeblich durch die Topografie bedingt. Das Hackmaterial wird differenziert in Schlagabraum (Äste, Wipfelstücke, Stammabschnitte) und Energierohholz (Sortiment, Vollbäume). Beide können im Sortiments- als auch im Baumverfahren geerntet werden. Möglichkeiten zur Optimierung ergeben sich vor allem durch Anpassung von Technologie und Nutzung an Standort und Bestand, durch Abstimmung der Arbeitsabfolge, sowie Nutzung von Ladekapazitäten. Bei der Ausnutzung von vorhandenem Maschinen- und Arbeitskräftepotenzial, das gegenüber Unternehmerlöhnen geringere Kosten verursacht, lässt eine Energieholzbereitstellung mit motormanueller Fällung durchaus konkurrenzfähig erscheinen. Die Mechanisierung der Arbeitssysteme führt vor allem bei hohe Produktivitäten und guter Auslastung der teuren Maschinen zu guten Ergebnissen. Die Nutzung von Schlagabraum bietet die Möglichkeit der Verwertung von Energieholz als Koppelprodukt bei der konventionellen Holzproduktion bei geringen Bereitstellungskosten. Die Energieholzbereitstellung mit Fallbeilklingenaggregat stellt eine Alternative bei Nutzungen in Erstdurchforstungen und im Niederwald dar. Die Suche nach Optimierungsmöglichkeiten entlang der Bereitstellungsketten zeigt auf, dass dem Transport bisher wenig Beachtung geschenkt wurde. Vor allem steigende Kraftstoffpreise und die Einführung der kilometerabhängigen Maut zeigen jedoch eine Notwendigkeit einer Verbesserung auf. Bei der Organisation des Transportes sind vor allem die Planung der Arbeitsabfolge, die fahrbarkeit von Straßen, ausreichende Platzverhältnisse, adäquate Transportdistanzen und eine maximale Auslastung der Ladekapazität zu berücksichtigen. Beim intermodalen Transport ist zusätzlich ein mehrmaliger Wechsel der Fracht zwischen unterschiedlichen Transportmedien einzuplanen.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142213015816MonographieFAST TraunkirchenVerfügbar