Titel
Ökologische Infrastrukturen - Veränderung landschaftlicher Ausstattung ins Acker-, Wein-, und Obstbaulandschaften : Beitrag zur ÖPUL Evaluierung Midterm-Update 2005
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
33 S.
Illustrationen
8 Abb., 15 Tab., 6 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-85457-860-1
Standardsignatur
11920
Datensatznummer
141789
Quelle
Abstract
Unter Ökologischen Infrastrukturen versteht man Landschaftselemente, die in besonderer Weise zum funktionellen Zusammenhalt von Landschaften beitragen. Durch die Verbindung von Landschaftselementen in Form von Trittstein-Biotopen, Korridoren, Rastplätzen, Flucht- und Deckungsmöglichkeiten etc. können sie die Struktur einer Metapopulation entstehen lassen. Fragmentierungseffekte können dadurch abgemildert und das Überleben von Populationen oder Beständen wahrscheinlicher gemacht werden. Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass es einen allgemeinen Trend zur Verringerung und zum Verschwinden solcher Kleinststrukturen gibt. Im gegenständlichen Projekt wurde in zwei Untersuchungsgebieten analysiert l wie sich ökologische Infrastrukturen während der Programmlaufzeit des ÖPUL2000 entwickelt haben und l welchen Einfluss entsprechende Maßnahmen aus diesem Programm auf diese Entwicklung genommen haben oder nehmen könnten. Dazu wurden in einer Stichprobe von 62 quadratischen Zellen mit 250 m Kantenlänge Orthofotos interpretiert. Kleinstrukturen zwischen den Nutzungsflächen wurden in 18 Klassen angesprochen, und die Unterschiede zwischen den Orthofotos zweier Zeitpunkte festgestellt. Auf diese Weise wurden Änderungen der ökologischen Infrastrukturen in den Stichprobenzellen zwischen den Jahren 1992/95 und 2002/03 quantitativ dargestellt. Die Auswertung der Interpretation erfolgte in Form von Flächenbilanzen für die Zellen und für Strukturtypen, der Berechnung von Strukturparametern und Berechnung eines allgemeinen Ähnlichkeitswertes. Die ÖPUL-Maßnahmen wurden aus dem INVEKOS ausgelesen, auf die Grundstücksnummern zugeordnet und über die digitale Katastralmappe verortet. Als grundlegender Kennwert wurde daraus der Maßnahmenanteil pro Auswertezelle kalkuliert. Über diese Zellen wurden Korrelationen der Teilnahme an ÖPULMaßnahmen mit den Kennwerten der Landschaftsveränderung geprüft.