Titel
Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten : Untersuchung der Bedeutung von Großschutzgebieten für den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Region
Verfasser
Erscheinungsort
Bonn
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
119 S.
Illustrationen
21 Abb., 8 Tab., 5 Karten, zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
15439
Datensatznummer
141558
Quelle
Abstract
International spielen Großschutzgebiete als Attraktionspunkte im Tourismus eine wichtige Rolle. Insbesondere in Nordamerika, Afrika und Asien stellen Nationalparke und andere Schutzgebiete häufig wichtige Destinationen des Incoming-, im Falle der Industrieländer und der Newly Industrialized Countries, auch des Binnentourismus dar. In Mitteleuropa, besonders in Deutschland, werden Großschutzgebiete erst in jüngster Zeit in eine umfassende touristische Entwicklungsplanung eingeschlossen. Nur in wenigen Fällen wird die Zugkraft der staatlichen Prädikatisierung in dem Umfang für eine touristische Vermarktung genutzt, wie es andere Destinationen bereits erfolgreich praktizieren. Dem weitgefächerten Spannungsfeld Naturschutz und Tourismus sowie insbesondere der damit verbundenen Möglichkeit, positive regionalwirtschaftliche Effekte zu erzielen, widmet sich das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten". Arten- oder Biotopschutz spezifische Vorbehalte können nur selten und meist in örtlich eng begrenzten Fällen ein Grund für eine zurückhaltende Vermarktung sein. Solche lassen sich meist durch entsprechende Besucherlenkungsmaßnahmen, die den Anliegen aller Raumfunktionen und der sie vertretenden Interessensgruppen gerecht werden, ausräumen. Oft stehen einer touristischen Nutzung einerseits die fehlende Akzeptanz des Schutzgebiets durch die Anrainer, andererseits die mangelnde Zusammenarbeit der Organisationen des Tourismusmanagements und der mit der Verwaltung des Großschutzgebiets betreuten Stellen entgegen. Gerade ökonomische Argumente sind für das Management von Großschutzgebieten eine Möglichkeit, die Akzeptanz unter der benachbarten Bevölkerung und den Verantwortlichen im Tourismus zu steigern.