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  • Titel
    Untersuchungen zur Stuktur und Sukzession der saproxylen Käferfauna (Coleoptera) an Eichen- und Buchentotholz : Dissertation Georg-August-Universität, Göttingen, Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie
  • Paralleltitel
    A study of structure and succession of saproxylic beetle fauna (Coleoptera) living in decaying oak and beech wood
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Seiten
    331 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    15702
  • Datensatznummer
    141533
  • Abstract
    Totholz ist ein Schlüsselfaktor für die Biodiversität in Waldökosystemen. Es bietet Lebensraum für einen Großteil der Waldfauna und ist von großer funktioneller Bedeutung. In der Vergangenheit ist die Waldfläche in Europa erheblich reduziert worden. Anders als im Urwald wurde sowohl die Menge als auch die Struktur des Totholzangebotes aufgrund intensiver forstlicher Nutzung negativ beeinflusst. Als Folge davon gelten viele Totholzorganismen als gefährdet. Trotz der großen Bedeutung des Totholzes für den Erhalt der Biodiversität ist nur wenig über die Habitatansprüche der Totholzorganismen und ihre Sukzession mit fortschreitender Zersetzung bekannt. Die wesentlichen Ziele dieser Untersuchung waren 1. die Erfassung der Käferfauna eines alten Waldnaturschutzgebietes in Nordwestdeutschland mittels Eklektor- und Flugbarrierefallen 2. die quantitative Beschreibung der Totholzkäfergemeinschaften an stehendem und liegendem Eichen- und Buchentotholz 3. die Darstellung der Sukzession der xylobionten Käfer mit fortschreitender Zersetzung 4. die Analyse der Bedeutung verschiedener Habitateigenschaften (z.B. Baumart, Berindung, Position, Holzfestigkeit) und 5. die Ermittlung schlüpf- und flugphänologischer Daten. Aufgrund der Habitatkontinuität und des hohen und strukturreichen Totholzangebotes beherbergt das Untersuchungsgebiet eine außergewöhnlich artenreiche Käferartenvielfalt. Die meisten Arten wurden in geringer Zahl gefangen während nur wenige Arten in hoher Dichte auftraten. Die Vergesellschaftung der Arten ist selbst auf engstem Raum in hohem Maße variabel. Das Auftreten der Arten wird stark von den Habitateigenschaften beeinflusst. Manche Käferarten lassen deutliche Präferenzen erkennen, wohingegen andere ein breites Spektrum an Substratqualitäten besiedeln. Die Käfergemeinschaften an stehendem und liegendem Totholz unterscheiden sich deutlich. Eichen- und Buchentotholz bieten unterschiedlichen Vergesellschaftungen Lebensraum. Die voranschreitende Zersetzung des Totholzes wird von einer Sukzession der Käfergemeinschaften begleitet. Gleichzeitig werden die baumartenspezifischen Unterschiede in der Gesellschaftstruktur geringer.