Titel
Die Vegetation im Oberen Zemmgrund in der Mitte des 20. Jahrhunderts : Ein Auszug aus Helmut Friedels Vegetationskartierung 1953-55 in den Zillertaler Alpen für aktuelle Untersuchungen
Paralleltitel
Vegetation of the Upper Zemmgrund in the Middle of the 20th Century. An Excerpt of Helmut Friedel's Vegetation Mapping 1953-55 in the Zillertal Alps as a Basis for Recent Investigations
Verfasser
Erscheinungsort
Innsbruck
Verlag
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
S. 43-50 + Karte
Illustrationen
1 Abb., 3 Tab., 1 Karte, 25 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
10077S
Datensatznummer
140447
Quelle
Abstract
Dieser Beitrag wurde im Zuge des interdisziplinären Forschungsprojektes „HOLA - Nachweis und Analyse von holozänen Lawinenereignissen" (Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft) erarbeitet und berichtet über die Ergebnisse der Vegetationsaufnahmen von Helmut Friedel in den Zillertaler Alpen der frühen 1950er Jahre. Dabei wird erstmals ein Kartenausschnitt aus Friedels Originalaufnahmen für den Oberen Zemmgrund im Maßstab 1:25.000 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Außerdem wurden die kartierten Vegetationsflächen planimetriert und Flächenbilanzen erstellt. Diese brachten folgendes Ergebnis: In der Mitte des 20. Jahrhunderts waren rund 26 % (11,5 km2) des Oberen Zemmgrunds (43,8 km2) mit Vegetation bedeckt, den Rest teilten sich zur Hälfte Eis bzw. Fels und Schutt. Alpine Grasheide, alpine und subalpine Zwergstrauchheide und Pioniervegetation nahmen 77 % der Vegetationsfläche ein. Dabei stellte die Zwergstrauchheide mit über 26 % Anteil an der Gesamtfläche die dominierende Vegetationsgruppe dar. Der Wald stockte auf 16 % und auf 7 % wurde in diesem stark vergletscherten Talschluss intensive Almwirtschaft betrieben. Zwischen 1955 und 2004 vergrößerte sich das Zirbenverbreitungsareal von ca. 90 auf 390 ha.