Titel
Dimorphismus bei Ceratites aus dem Germanischen Oberen Muschelkalk (Ammonoidea, Mitteltrias) mit Revision einiger Arten
Paralleltitel
Dimorphism in Ceratites from the Germanic Upper Muschelkalk (Ammonoidea, Middle Triassic) with revision of some species
Verfasser
Erscheinungsort
Stuttgart
Verlag
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
85 S.
Illustrationen
10 Abb., 3 Tab., 11 Taf., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
11031
Datensatznummer
137572
Quelle
Abstract
Erstmals werden Makro- und Mikrokonche von Ceratites aus dem Germanischen Oberen Muschelkalk (Mitteltrias: Ober-Anisium - Unter-Ladinium) bekannt gemacht. Die Dimorphen von Ceratites haben als typische Adultmerkmale deutliche Alterslobendrängung sowie Skulpturreduktion am Wohnkammernde und Nabelegression am Phragmokon-Ende. Bei Ceratites semipartitus, C. dorsoplanung und C. enodis änderte sich außerdem die Skulptur am Wohnkammerbeginn adulter Makrokonche von glatt zu kräftig berippt. Mikrokonche dieser Arten behalten dagegen die glatten Flanken auch auf der Wohnkammer bei. Der Mittelwert des Phragmokon-Durchmessers ist bei Mikrokonchen der untersuchten Ceratites-Arten um 15-28% kleiner als der von Makrokonchen. Bei dem von Müller (1969) beschriebenen Ceratites evolutus mit einem "Eierbeutel" in dem Wohnkammerfüllung handelt es sich um einen Makrokonch, wie durch den Vergleich adulter Makro- und Mikrokonche mit diesem Exemplar nachgewiesen wurde. Somit sind die Makrokonche die Weibchen und die Mikrokonche die Männchen.