Titel
Modelle der Nutzungsplanung auf der Basis von Wiederholungsinventuren : Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. Forstwissenschaftlichen Fakultät
Verfasser
Erscheinungsort
Freiburg im Breisgau
Verlag
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
115 S.
Illustrationen
32 Abb., zahlr. Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
15520
Datensatznummer
133693
Abstract
Die Weiterentwicklung der waldbaulichen Verfahren stellt eine Herausforderung für die Forsteinrichtung dar. Durch Kahlschlagvermeidung, langfristige Verjüngungsverfahren und Einzelstammnutzung nehmen mehrschichtige und gemischte Bestände zu. Die derzeit in der Forsteinrichtung verwendeten Modelle sind auf gleichaltrige Wälder abgestimmt und befriedigen daher nicht mehr. Modelle, welche auf die Bestandestruktur aufbauen, sind hier besser geeignet. Deren Einsatz ist jedoch bis auf wenige Ausnahmen auf Plenterwälder beschränkt. Die Übertragung der Modelle auf ein breites Spektrum der Waldaufbauformen bedarf der Entwicklung. Mit der Integration von permanenten Stichprobeninventuren in die Forsteinrichung werden objektive wachstumskundliche Kenndaten für größere Planungseinheiten gewonnen. Es existiert jedoch noch kein schlüssiges Verfahren, mit dem auf der Grundlage der erhobenen Strukturdaten Nutzungssätze für die künftigen Planungseinheiten hergeleitet werden können. Das Ziel der Untersuchung ist die Entwicklung eines Verfahrens, mit dem für strukturreiche Wälder und für schlagweise bewirtschaftete Wälder objektive Nachhaltsweiser abgeleitet werden können. Diese Zielsetzung erfordert die Entwicklung und Überprüfung geeigneter Modelle, welche die geänderte waldbauliche Zielsetzung berücksichtigen. Schwerpunkt der Untersuchung ist die Anpassung der Modelle an die Datengrundlage permanenter Stichprobeninventuren und an die Forsteinrichtungserneuerung. Diese verwendet in Baden-
Württemberg die Waldentwicklungstypen als neue Einheit für Planung, Vollzug und Kontrolle. Zur Festlegung der waldbaulichen Maßnahmen werden diese Waldentwicklungstypen zusätzlich in Behandlungstypen unterteilt, welche eine bestimmte Entwicklungsstufe charakterisieren.