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  • Titel
    Neue Holzernteverfahren in Umwandlungsbeständen : Moderne Holzernte
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Birmensdorf
  • Erscheinungsjahr
    1970
  • Seiten
    11 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    8176
  • Datensatznummer
    132186
  • Quelle
  • Abstract
    Das bisherige Verfahren ist bezüglich Arbeitsorganisation bedeutend weniger anspruchsvoll als die Varianten I und II. Infolge der zeitlich getrennten Arbeitsphasen wirken sich Störungen und Unterbrüche viel weniger aus auf die Erntekosten als bei den neuen Verfahren. Als weiterer Vorteil ist zu werten, dass die Rückarbeiten auf günstige Witterungsverhältnisse verlegt werden können, was bei herkömmlichen Rückmitteln wesentlich ist, jedoch bei schweren Knickschleppern nicht mehr stark ins Gewicht fällt. Nebst diesen Vorteilen müssen als schwerwiegender Nachteil die verhältnismässig hohen Erntekosten erwähnt werden, welche Anlass zu den neuen Untersuchungen gaben. Die neuen Arbeitsverfahren (Varianten I und II) haben gezeigt, dass durch eine geschlossene Arbeitskette mit zentraler Aufarbeitung und dem Einsatz eines leistungsfähigen Rückmittels (Knickschlepper) wesentliche Einsparungen bei den Erntekosten erzielt werden können. Bei der Variante I konnten gegenüber dem bisherigen Verfahren die Kosten um rund 46% bzw. Fr. 16,-- pro m3 gesenkt werden. Bei der Variante II betrug die Kosteneinsparung 26%, oder Fr. 9,-- pro m3. Die Einsparung an Arbeitszeit betrug bei Variante I 58% und bei Variante II 40%. Das schlechte Abschneiden der Variante II gegenüber der Variante I ist vor allem darauf zurückzuführen, dass beim Rücken der ganzen Bäume die Mittellast nur etwa halb so gross war wie beim Rücken "baumlang" ohne Äste. Eine zusätzliche, verfahrensbedingte Belastung entstand bei Variante II durch das Verbrennen des Astmaterials. Je nach Windrichtung hat sich zudem die Rauchentwicklung auf den Aufarbeitungsstellen für die Arbeiter sehr unangenehm ausgewirkt. Die Einarbeitungszeit der verschiedenen Equipen in der Arbeitskette fiel einseitig in die Versuchsvariante II, welche zuerst erprobt wurde. Es muss daher angenommen werden, dass die Resultate in dieser Variante etwas zu schlecht ausgefallen sind. In Schlagflächen ohne Nebenbestand und ohne Strauchschicht könnte der Mehraufwand bei der Variante II gegenüber der Variante I zum Teil durch den Wegfall der Schlagabraumbeseitigung ausgeglichen werden. Durch das Verbrennen der Äste am Aufarbeitungsplatz werden jedoch viele humus- und nährstoffbildende Substanzen der Schlagfläche entzogen. In allen Bestandestypen mit Nebenbestand und Strauchschicht, bei denen vor der Wiederbestockung die Schlagfläche sowieso geräumt werden muss, wird Variante I sicher am vorteilhaftesten sein. Die beschriebenen neuen Verfahren können nicht ohne weiteres auf Mischbestände oder reine Nadelholzbestände übertragen werden. Es hat sich nämlich gezeigt, dass schon beim Anfall von geringen Mengen Nadelholz der Arbeitsrhythmus auf dem Aufarbeitungsplatz infolge vermehrtem Arbeitsanfall durch die Entrindung stark gestört wird. Beim Rücken von Nadelholz mit den Ästen verflechten sich die Äste mehrerer Stämme überdies derart ineinander, dass die Entastung sehr mühsam und zeitraubend wird. Die vorgeschlagenen Arbeitsverfahren für Laubholz, welche auf einer niedrigen Mechanisierungsstufe basieren, lassen sich nach unserer Meinung nicht nur beim Kahlschlag anwenden, sondern können auch bei räumlich weniger ausgedehnten Endnutzungen (z.B. im Femelschlagbetrieb) in Frage kommen.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14172678176ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar