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  • Titel
    Betrachtungen über die Organisationsstruktur der Österreichischen Wildbach- und Lawinenverbauung
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Innsbruck
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1974
  • Seiten
    100 S.
  • Illustrationen
    8 Tab., 7 Karten
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    15441
  • Datensatznummer
    131896
  • Abstract
    Vorliegende Arbeit durchleuchtet die bestehende Organisationsstruktur der österreichischen Wildbach- und Lawinenverbauung. Es wurde versucht, durch eine entsprechende Darstellung des IST-Zustandes die Schwachstellen unserer Ablauforganisation herauszustellen, um die Ansatzpunkte zu einer Verbesserung zu finden und damit gleichzeitig eine Erhöhung der Effizienz der Aufgabenerfüllung zu erreichen. Die derzeitige Organisationsreform, als Einliniensystem charakterisiert, zeigt eine Reihe von Mängeln in bezug auf die Struktur selbst und auch in bezug auf Art und Weise von Aufgabenerledigungen. Sie lassen sich im wesentlichen auf folgende hauptsächliche Einflussgrößen zurückführen: Überlastung aller Führungsstellen mit Routinearbeit, insbesondere der Abteilung 15 im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft; unzureichende Größe und Gliederung der obersten Führungsinstanz, die dadurch selbst nicht mehr im nötigen Umfang aktiv werden, sondern vielfach nur noch nachvollziehen kann; dagegen zu breite Auffächerung des Organisationsaufbaues des Dienstzweiges in eine zu große Zahl von Gebietsbauleitungen unterschiedlicher Arbeitsauslastung; unzweckmäßiger Aufbau der einzelnen Instanzen in personeller und räumlicher Hinsicht, verbunden mit einer ungleichen Personalauslastung; Zersplitterung gleichartiger Tätigkeiten auf den unteren Organisationsebenen, sowohl om Verwaltungs-, als auch im technischen Bereich; Fehlen einer geeigneten Dienstinstruktion und von Stellenbeschreibungen zur klaren Abgrenzung von Aufgaben-, Zuständigkeits- und Verantwortungsbereichen mit allen daraus resultierenden organisatorischen Nachteilen, insbesonder der unnötigen Verlängerung des Dienstweges und damit unnötigen Arbeitsaufwand für Routinevorgänge; Fehlen eines geeigneten betrieblichen Informationssystems zur Erzielung einer besseren Transparenz von Arbeitsabläufen und als Grundlage für die Entscheidungsfällung. In Beiblatt 1 wird in einem Schema der derzeitige Organisationsaufbau mit der personellen Besetzung der einzelnen Stellen und bezüglich der Gebietsbauleitungen deren Auslastung im Bauvolumenbereich dargestellt. Aus der Analyse des IST-Zustandes wird in Abschnitt IV eine Empfehlung für eine Änderung der derzeitigen Organisationsstruktur unterbreitet. Sie baut mit der Überleitung in ein Stab-Liniensystem mit folgenden Haupt-Kritereien eine Neuausrichtung auf: Ausbau der obersten Führungsspitze im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft zu einer der Größe und Bedeutung des Dienstzweiges angepasster Form; Schaffung von Stäben, die den Führungsstellen zur Bearbeitung von Problemen und zur Vorbereitung von Entscheidungshilfen beigegeben werden; Zusammenlegung von funktionsverwandten Aufgabengebieten zu homogenen Organisationseinheiten; Neuverteilung und eindeutige Abgrenzung von Kompetenzen und Verantwortung unter dem Gesichtspunkt möglichster Delegierungen. Konkret bedeuten diese Kriterien folgende Veränderungen unserer derzeitigen Organisationsstruktur, wie sie teilweise aus der schematischen Darstellung auf Beiblatt 2 ersichtlich sind: Bildung einer Gruppe "Wildbach- und Lawinenverbauung" im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft mit zwei Abteilungen "Verwaltung" und "Betrieb" mit bestimmten Aufgabenzuordnungen; Einrichtung je einer Stabstelle bei der Gruppe im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft und bei jeder Sektion in den Bundesländern zur Bearbeitung bestimmter Aufgabengebiete, insbesondere der betrieblichen Planung und des Informationswesens; Installierung eines Beirates von max. 3 Mitgliedern aus den nachgeordneten Dienststellen, der die oberste Führungsstelle bei der Lösung von Problemen unter Wahrung von Gesichtspunkten aus der Sicht der praktischen Tätigkeit zu beraten hätte; Reduzierung der derzeit 37 Gebietsbauleitungen auf 28; Entlastung der bauausführenden Gebietsbauleitungen von den hauptsächlichsten Verwaltungsaufgaben durch Zusammenfassung des Rechnungswesens, der Lohnverrechnung und der Inventar- und Materialverwaltung innerhalb jeder Sektion bei einer zentralen Buchhaltungsstelle; Zusammenfassung der der Projektierungsarbeiten innerhalb jeder Sektion bei einer zentralen Projektierungsstelle; Einführung eines neuen Informationssystems mit Hilfe einer integrierten, elektronischen Datenverarbeitung; Neuverteilung von Aufgaben, Zuständigkeit und Verantwortung unter dem Gesichtspunkt möglichster Delegierung in Form von exakten Stellenbeschreibungen im Rahmen eines Stellenplanes und einer neuen Dienstinstruktion. Es wird vorgeschlagen, die Standorte der Sektion und deren Gebietsbauleitungen, der heutigen Infrastruktur entsprechend, in jedem Bundesland zum Zwecke eines beweglichen Personaleinsatzes nach Möglichkeit zu vereinen. Die Änderungen bedeuten neben der Straffung des Leitungssystems eine organisatorische Rationalisierung aller wesentlichen Aufgabenbereiche. Sie ermöglichen dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, sowie den nachgeordneten Leitungsstellen eine überschaubare Betriebsführung, die eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in den Bereichen der Verwaltung und des Betriebes leichter als bisher gestattet. Die empfohlene Organisationsform ist bei annähernd gleicher Personalstärke, jedoch Veränderung der Struktur und des Personaleinsatzes verwirklichbar.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141689715441MonographieBüchermagazinVerfügbar