Titel
Abschätzung der Gesundheitsauswirkungen von Schwebestaub in Österreich
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
52 S.
Illustrationen
13 Abb., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-85457-819-9
Standardsignatur
11920
Datensatznummer
131038
Quelle
Abstract
Zahlreiche Studien haben in den letzten Jahren einen Zusammenhang zwischen der Belastung durch Feinstaub und gesundheitlichen Auswirkungen gezeigt. Diese Auswirkungen reichen von (vorübergehenden) Beeinträchtigungen der Lungenfunktion bis zu zuordenbaren Todesfällen, vor allem aufgrund von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einer aktuellen Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört die Außenluftbelastung zu jenen Umwelteinflüssen, die die größten gesundheitlichen Auswirkungen in westlichen Industrieländern verursachen. Im Zuge der Weiterentwicklung der Europäischen Luftreinhaltepolitik wurden die Auswirkungen der Feinstaubbelastung auf die Gesundheit der Bevölkerung in den 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union ermittelt. Diese Arbeiten wurden im Rahmen des Clean Air for Europe-Programms (CAFE) durchgeführt. Für Österreich wurde dabei eine Verminderung der mittleren Lebenserwartung von etwa acht Monaten abgeschätzt (EUROPÄISCHE KOMMISSION 2005). Diese Zahl gibt einen Durchschnittswert für Österreich wieder. Dies entspricht ungefähr 5.500 zuordenbaren Todesfällen pro Jahr. Da die Feinstaubbelastung regional stark differiert - und damit auch die gesundheitlichen Auswirkungen - wurden in der vorliegenden Studie die Auswirkung der Feinstaubbelastung auf die Sterblichkeit in verschiedenen Städten und Regionen in Österreich ermittelt. Dabei wurde nach einer von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Methodik vorgegangen, die auch in wesentlichen Punkten jener entspricht, die im CAFE-Programm angewandt wurde. Als relevanter gesundheitlicher Endpunkt wurde dabei die Reduktion der durchschnittlichen Lebenserwartung herangezogen. Für die Ermittlung der Gesundheitseffekte wurde nach der etablierten Methode des đHealth Impact Assessmentsę (u. a. WHO 2000, 2001, 2002b, 2003) vorgegangen. Dabei wird eine geeignete Konzentrations-Wirkungs-Beziehung ausgewählt, danach muss die Exposition der Zielbevölkerung ermittelt werden. Daraus kann dann das zusätzliche Risiko bei einer erhöhten Belastung in Vergleich zu einem Referenzwert ermittelt werden. Die Vorgangsweise ist schematisch in der folgenden Abbildung dargestellt.