Titel
Polymoschus-Verbindungen in Humanblut II : Humanbiomonitoring von Moschusduftstoffen : Endbericht an das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen. November 2005
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
69 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-900019-71-1
Standardsignatur
14998
Datensatznummer
130427
Quelle
Abstract
Die Exposition des Menschen gegenüber Xenobiotika durch direkten und indirekten Kontakt zu Umweltmedien, Nahrungsmitteln, Haushaltsreinigern, Körperpflegemitteln und dgl. führt zur "inneren Belastung" des Organismus. Moschusduftstoffe sind lipophil, persistieren in der Umwelt und wiesen ein hohes BioakkumulationsPotenzial auf. Der Mensch - als Nutzer von Produkten, die Moschusduftstoffe enthalten und als Endpunkt der Nahrungskette - ist aufgrund oraler, dermaler und inhalativer Exposition besonders stark exponiert. In der 2003 fertig gestellten Studie "Humanbiomonitoring von Moschusduftstoffen" (durchgeführt vom österreichischen Umweltbundesamt und dem Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien) wurden 100 junge Erwachsene untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass bei einem nicht unerheblichen Anteil der Probanden höhere Konzentrationen an bestimmten Moschusduftstoffen im Blut auftraten (bis zu >100 ng/l bei zwei der untersuchten Verbindungen, Höchstwert: 4100 ng/l (Galaxolid) und dass sich das Spektrum der Stoffe - verglichen mit den Angaben aus der Literatur - gewandelt haben dürfte (Hutter et al. 2005). Ziel der vorliegenden Studie war es zu klären, inwieweit es durch zunehmenes Alter zu höherer Belastung mit diesen schwer abbaubaren, bioakkumulierenden Substanzen kommt. Die Studie sollte die innere Belastung mit Moschusverbindungen älterer und alter Personen thematisieren. Da die Ergebnisse der Studie "Humanbiomonitoring von Moschusduftstoffen I" zeigten, dass Frauen, aufgrund häufiger Verwendung von Kosmetika, deutlich stärker mit Moschusverbindungen belastet waren, wurden für die vorliegende Studie Frauen ausgewählt. Es wurden Blutproben von Probandinnen im Alter von 51-71 Jahren, die die Gefäßambulanz des Hanuschkrankenhauses aufsuchten, auf die bedeutendsten Vertreter der Nitromoschus (Moschus-Xylol, Moschus-Keton, Moschus-Tibeten, Moschus-Mosken, Moschus-Ambrette)- und polyzyklischen Moschusverbindungen (Galaxolid, Tonalid, Phantolid, Traesolid, Celesolid, Cashmeran) untersucht. Die Ernährungsgewohnheiten sowie die Häufigkeit der Verwendung von Kosmetika und Konsumprodukten der Probandinnen wurden mittels Fragebogen erhoben.