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  • Titel
    Flussauen und Wasserrahmenrichtlinie : Bedeutung der Flussauen für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie - Handlungsempfehlungen für Naturschutz und Wasserwirtschaft : Ergebnisse des F+E- Vorhabens 802 82 100 des Bundesamtes für Naturschutz
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Bonn
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2005
  • Seiten
    253 S.
  • Illustrationen
    22 Abb., 36 Tab., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • ISBN
    3-7843-3927-1
  • Standardsignatur
    15101
  • Datensatznummer
    130100
  • Quelle
  • Abstract
    Flussauen stellen in der Bundesrepublik Deutschland seit langem ein gemeinsames Handlungsfeld von Naturschutz und Wasserwirtschaft dar. Nachdem mit der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) eine Neuausrichtung der Gewässerentwicklung im Europa der 25 eingeleitet worden ist, stellt sich auch die Frage, welche neuen Ansätze sich den Beteiligten in Bezug auf die Flussauen eröffnen. Welche Bedeutung hat das Gewässerumfeld - und mit ihm die Flussauen - für das Erreichen der von der WRRL gesteckten Umweltziele, und wie verändert die Umsetzung der WRRL die Voraussetzungen für den Naturschutz in Flussauen? Die Wasserrahmenrichtlinie ist ihrem Ansatz nach eine stark von Ökosystemdenken geprägte Direktive. Bei ihrer Umsetzung, die federführend in Händen der Wasserwirtschaft liegt, muss mit Komponenten gearbeitet werden, die bislang überwiegend vom Naturschutz bearbeitet wurden. Das F+E-Vorhaben hat zum Ziel, die aus der WRRL im Zusammenhang mit Flussauen ableitbaren Kompetenzen der beiden genannten Akteure aufzuzeigen und notwendige sowie mögliche Beiträge des Naturschutzes zur Umsetzung der WRRL darzulegen. Da die WRRL den Begriff "Flussaue" nicht verwendet, werden zunächt die relevanten Regelungen der Richtlinie herausgearbeitet, die einen deutlichen Bezug zu den Naturschutzbelangen in Flussauen erkennen lassen: Oberflächengewässer sind als Ökosysteme einschließlich der direkt von ihnen abhängigen Landökosysteme zu schützen und in ihrem Zustand zu verbessern. Der Schutz des Grundwassers schließt auch die Grundwasserverhältnisse in grundwasserabhängigen Landökosystemen und Feuchtgebieten ein. Schutz der Wasserverhältnisse in nach europäischem Recht ausgewiesenen Schutzgebieten ist erklärtes Ziel der WRRL. An zwei Beispielen mit verschiedenen naturräumlichen Bedingungen und unterschiedlichem Ausbauzustand der Gewässer, der "Unteren Havelniederung" und dem "Südlichen Oberrhein", werden - bezogen auf die Anforderungen der WRRL - Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Handlungsansätze von Wasserwirtschaft und Naturschutz veranschaulicht. Eines der Gebiete repräsentiert die "erheblich veränderten Gewässer", für die das eingeschränkte Umweltziel "gutes ökologisches Potenzial" gilt. Das andere steht exemplarisch für noch vergleichsweise naturnah ausgeprägte Gewässer, die nach WRRL den "guten ökologischen Zustand" erreichen sollen. Auf Erfahrungen in den Beispielgebieten aufbauend werden 16 Empfehlungen für die Zusammenarbeit von Naturschutz und Wasserwirtschaft bei der Umsetzung der WRRL formuliert, veranschaulicht und mit Bezug zu den herausgearbeiteten Anknüpfungspunkten präsentiert. Zugleich wird dargelegt, mit welcher Priorität jede einzelne Empfehlung aus Sicht des Naturschutzes umgesetzt werden sollte. Die Handlungsempfehlungen richten sich sowohl an den behördlichen Naturschutz und die Naturschutzverbände, als auch an die mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie befassten Behörden der Wasserwirtschaft. Denn es zeichnet sich ab, dass sich Naturschutz und Wasserwirtschaft bei der Umsetzung ihrer Ziele in Flussauen gegenseitig unterstützen können. Die Beteiligten erhalten konkrete Anregungen, wie die vorhandenen Synergiepotenziale bestmöglich ausgeschöpft werden können.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141529415101ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar