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  • Titel
    Waldentwicklung nach Windwurf in tieferen Lagen der Schweiz : Schlussbericht eines Projektes im Rahmen des Programms «LOTHAR Evaluations- und Grundlagenprojekte»
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Auflage
    [published online 20.10.2004]
  • Erscheinungsort
    Birmensdorf
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2005
  • Seiten
    98 S. [pdf]
  • Illustrationen
    45 Lit. Ang.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    15353
  • Datensatznummer
    128960
  • Abstract
    Die durch den Jahrhundertsturm "Lothar" verursachten immensen Windwurfschäden in den Wäldern Mitteleuropas haben unter anderem auch viele Fragen aufgeworfen. Mit Bezug auf die unterschiedlichen Auswirkungen vom Liegenlassen und Räumen des Sturmholzes formulierte die WSL daher acht verschiedene Projekte. Diese wurden organisatorisch unter dem Projekt Waldentwicklung nach Windwurf in tieferen Lagen der Schweiz", kurz Rahmenprojekt Lothar", zusammengefasst und koordiniert. Das Projekt wurde vom BUWAL und von der WSL finanziert und dauerte von Mitte 2000 bis Ende 2003. Die Fragestellungen des Rahmenprojektes beruhten im wesentlichen auf dem Vergleich der Entwicklung auf ungeräumten Windwurfflächen und auf Flächen, wo das Holz nach dem Sturm geräumt wurde. Insgesamt handelt es sich um fünf Flächenpaare ("geräumt" und "belassen" im Buchenwald des Mittellandes (Habsburg, Messen, Müntschemier, Sarmenstorf und Wohlen) und zwei Flächen im Fichten-Tannen-Buchenwald der Voralpen (Châtel-St-Denis und Walkringen). Untersucht wurden insbesondere die Veränderungen im Boden, die Auswirkungen des grossflächigen Wegfalls der Bäume auf die Mykorrhiza- Pilzflora, die Dynamik der Vegetation und der natürlichen Waldverjüngung im speziellen, die Wechselbeziehungen zwischen Rehwild und Nahrungsangebot, die Bedeutung des Windwurfes auf die Biodiversität bei Pflanzen, Insekten und Kleinsäugern sowie die Zersetzungsabläufe beim Buchenholz. 4.2 Wichtige Forschungsergebnisse. Die Resultate der Forschungsprojekte des Rahmenprojekts Lothar beziehen sich auf die ereignisreichen und für die weitere Wiederbewaldung entscheidenden ersten vier Jahre nach dem Sturm. 4.2.1 Veränderungen im Boden und Entwicklung der Biodiversität Der plötzliche Wegfall der Baumschicht und das damit verbundene radikal veränderte bodennahe Mikroklima löste in den oberflächennahen Horizonten des Bodens und in der Vegetation eine hohe Dynamik aus. Als Folge der Veränderungen im Wasserhaushalt setzten im Wurzelraum Verlagerungsprozesse ein, die insbesondere bei Parabraunerden zu Verschlämmungen im Hohlraumsystem und damit zu erhöhten Dichtewerten führten. Noch tiefgreifendere und oft auch lang anhaltende Bodenveränderungen stellten P. Lüscher und M. Kuhn auf den Versuchsflächen fest, die mit Holzerntemaschinen befahren wurden. Dadurch werden je nach Ernteverfahren z.T. grossflächig wichtige Bodenfunktionen beeinträchtigt und die Wiedererschliessung durch neue Wurzeln erschwert. Das Ausmass solcher negativen Auswirkungen kann durch sorgfältiges Vorausplanen und Einhalten des Erschliessungsnetzes stark beeinflusst werden.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141450115353PDFelektronische PublikationVerfügbar