Titel
Ruß- und Schwermetallimmissionen im Bereich einer Autobahn
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
26 S. [PDF]
Illustrationen
10 Abb., 13 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-85457-446-0
Standardsignatur
13501
Datensatznummer
128820
Quelle
Abstract
Die Schadstoffemissionen aus dem Kraftfahrzeugverkehr stellen heute eine Hauptquelle für Luftverunreinigungen im städtischen Bereich dar. Insbesondere sind hier Partikel in den Feinstaubfraktion bis zu einem aerodynamischen Durchmesser von 10 öm zu nennen, denen aufgrund von inhalationstoxikologischen Untersuchungen eine krebserregende Wirkung zugesprochen wirde. Rußpartikel setzen sich generell aus elemantarme Kohlenstoff (EC=Ruß) und organischen Verbindungen zusammen. Deutschland hat als erstes europäisches Land im Dezember 1996 einen Immissionsprüfwert für Ruß - definiert als EC - im Schwebestaub in der 23. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes festgelegt. Beim Konzentrationswert für Ruß handelt es such um einen arithmetischen Jahresmittelwert, welcher in einem 2-Stufenplan von ursprünglich 14 ög/m3 per 1. Juli 1998 auf 8 ög/m3 abgesenkt wurde. Das Umweltbundesamt hat in Zusammenarbeit mit dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung erstmals in Österreich von Mitte Juni bis Mitte Juli 1996 quasi-kontinuierliche Rußmessungen in der Nähe einer vielbefahrenen Auton südlich von Wien (A21) durchgeführt. Die Proben wurden über einen PM10Kopf angesaugt und die Abscheidung der Rußpartikel erfolgte auf Quarzfiltern, sodaß hauptsächlich Partikel mit einem Durchmesser bis zu 10 öm, die als lungengängig einzustufen sind, angesaugt wurden. Im Zuge derselben Messkampagne wurden die Konzentrationen der umweltrelevanten Metalle, Blei, Cadmium, Antimon, Arsen und Nickel im Schwebestaub bestimmt. Die Mittelwerte über den Probenahmezeitraum lagen für Blei (Pb) bei 0,0148 ög/m3, für Cadmium (cd) bei 0,0002 ög/m3, für Antimon (Sb) bei 0,0003 ög/m3, für Arsen (As) bei 0,0004 ög/m3 und für Nickel (Ni) bei 0,0024 ög/m3. Alle gemessenen Konzentrationen waren vergleichsweise gering und lagen in Bereichen, die für ländliche, weitgehend unbeeinflußte Gebiete charakteristisch sind. Im angeführten quasikontinuierlichen Messzeitraum wurde von 34 Proben der EC-Gehalt bestimmt. Die erhaltenen Messdaten liegen zwischen 1,0 und 14,1 ög EC/m3, der Medianwert beträgt 5,3 ög EC/m3 und der 34-Tage-Mittelwert 6,0 ög EC/m3. Zu beachten ist, dass dieser nicht mit dem Immissionsprüfwert für Ruß von Deutschland (arithmetisches Jahresmittelwert!) verglichen werden darf, da sich die hier durchgeführte Untersuchung nur auf einen Zeitraum von Mitte Juni 1996 bis Mitte Juli 1996 erstreckte. Parallel zur Ermittlung der EC-Konzentration durch das Umweltbundesamt wurde vom Amt der NÖ-Landesregierung, Abteilung Umwelttechnik und Luftgüteüberwachung, die NO-Konzentration gemessen. Der Vergleich der EC-Daten mit den vorhandenen NO-Daten zeigt eine sehr gute Übereinstimmung und einen identen Verlauf der beiden verkehrsbezogenen Parameter. Die Rußimmissionsmessungen sowie die Schwermetallimmissionsmessungen im Schwebestaub wurden an fünf verkehrsnahen Messstellen in Wien fortgesetzt. Die Daten sind in Ausarbeitung und werden demnächst in einem eigenen Bericht vorgestellt werden.