Titel
Pflanzenschutzprobleme bei Weizen, Mais, Sonnenblume und Raps durch reduzierte Bodenbearbeitung
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
215 S.
Illustrationen
145 Abb., 33 Tab., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-900782-49-0
Standardsignatur
10819
Datensatznummer
128775
Quelle
Abstract
In den Jahren 1999 bis 2001 wurden im Freiland and sechs Standorten in Österreich und im Labor Untersuchungen über die Auswirkungen konservierender Grundbodenbearbeitungsverfahren und der Direktsaat auf das Auftreten von Pflanzenschutzproblemen durchgeführt. Die ausgewählten Feldkulturen waren Winterweizen, Mais, Sonnenblume und Raps. Folgende Krankheiten wurden im Freiland untersucht: an Winterweizen Blumeria graminis (Echter Mehltau), Fusarium-Arten (Ährenfusariose), Schwärzepilze, Pseudocercosporella herpotrichoides (Halmbruch) und Gaeumannomyces graminis (Schwarzbeinigkeit); an Mais Fusarium spp. (Kolbenfusariose); an Sonnenblume Botrytis cinerea (Grauschimmelfäule) und Sclerotinia sclerotiorum (Stängelfäule); an Raps Phoma lingam (Wurzelhals- und Stängelfäule), Fusarium spp. und Sclerotinia sclerotiorum. Nach der Ernte folgten im Labor bei Winterweizen und Mais Untersuchungen des Erntegutes auf Befall mit Fusarium-Arten und Alternaria spp. sowie Mykotoxinanalysen. Bei Schädlingen wurden folgende Arten untersucht: Oulema spp. (Getreidehähnchen), Mayetiola destructor (Hessenmücke) und Microtus arvalis (Feldmaus) and Winterweizen; Ostrinia nubilalis (Maiszünsler) an Mais sowie Ceutorhynchus spp. (Stängelrüssler) an Raps. Bei Winterweizen erfolgten auf zwei Standorten Untersuchungen über Auflaufen, Halmlänge, Deckungsgrad des Winterweizens sowie Unkrautdeckungsgrad. Die Untersuchungen bei Winterweizen erbrachten bei Blumeria graminis (Echter Mehltau) einen signifikant geringeren Befall bei pflugloser Bodenbearbeitung im Vergleich zur Pflugvariante. Die Ergebnisse bezüglich des Befalls mit Pseudocercosporella herpotrichoides (Halmbruch) waren auf den einzelnen Standorten sehr unterschiedlich. Bei Mais konnten keine signifikanten Unterschiede bez. Befallshäufigkeit von Fusarium spp. (Kolbenfusariose) festgestellt werden. Bei Sonnenblume und Raps wurde der höchste Befall mit Botrytis cinerea und Sclerotinia sclerotiorum bzw. Phoma lingam und Fusarium spp. in der Direktsaatvariante festgestellt. Bei den Schädlingen wurde nur bei Microtus arvalis (Feldmaus) ein deutlich höherer Befall in der Direktsaatvariante ermittelt. Die geringsten Unkrautdeckungsgrade wurden bei den Pflugvarianten beobachtet.