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  • Titel
    Österreichischer Waldbericht 2004 : Nachhaltige Waldwirtschaft in Österreich
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2005
  • Seiten
    110 S.
  • Illustrationen
    35 Abb., 33 Tab.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    8989
  • Datensatznummer
    124716
  • Geschichte
    Früherer Titel: Jahresbericht der Forstwirtschaft; Früherer Titel: Jahresbericht über die Forstwirtschaft; Früherer Titel: Waldbericht
  • Quelle
  • Abstract
    Die Ergebnisse der Österreichischen Waldinventur 2000/2002 wurden im Jänner 2004 präsentiert. Sie bestätigen die Nachhaltigkeit der österreichischen Forstwirtschaft. Die Waldfläche hat um jährlich 5.100 ha auf nunmehr 3,96 Mio. ha zugenommen. Die Zunahme von Misch- und Laubwäldern sowie der Trend zu kleinflächigen Holznutzungsverfahren und zur Naturverjüngung haben sich weiter verstärkt. War bei der letzten Erhebung (1992/1996) etwa die Hälfte der freistehenden Jugend überwiegend aus Naturverjüngung hervorgegangen, so sind es jetzt bereits fast drei Viertel. Mit dem Naturwaldreservate-Programm, den Generhaltungswäldern, Klonarchiven und Samenplantagen läuft in Österreich eine Vielzahl von Programmen, die auf die Erhaltung und Verbesserung der biologoschen Vielfalt abzielen. Der Holzvorrat hat mit 1,095 Mrd. Vorratsfestmeter erstmals die Milliardengrenze überschritten. Damit besteht hier ein gewaltiges Potential, das Österreich zu einem logischen Standort für eine wettbewerbsstarke Holzwirtschaft von internationaler Bedeutung macht. Derzeit werden dennoch nur 60% des jährlichen Holzzuwachses im Ertragswald tatsächlich genutzt, die Durchforstungsreserven sind auf einen Rekordwert von 64 Mio. Festmeter gestiegen. Die Forstpolitik ist gefordert, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Instrumenten, wie der Aus- und Weiterbildung, Forschung, Beratung und Förderung, einen besonderen Schwerpunkt zu setzen, um diese ungenutzten Ressourcen mehr als bisher zu mobilisieren. Die Erhaltung des Waldes und seiner Leistungen erfordert permanenten Einsatz. Externe Einflüsse wie Luftverschmutzung, Wildüberhege, Beunruhigung des Wildes durch Tourismus, Verkehr und Siedlungstätigkeit oder Waldweide, führen regional zu Belastungen des Ökosystems, gefährden den Wald aber im Allgemeinen nicht existenziell. Allerdings ist sowohl bei der Verbiss- als auch bei der Schälschadenssituation eine leichte Verschlechterung gegenüber den Vorjahren festzustellen. Die Ergebnisse der Österreichischen Waldinventur 2000/2002 haben die Wald-Wild-Problematik verdeutlicht. Sturm-, Schnee- und andere witterungsbedingte Katastrophen und in Folge Schädlingsmassenvermehrungen führen von Zeit zu Zeit, meist regional begrenzt, zu durchaus großen wirtschaftlichen Schäden und Beeinträchtigungen der Waldfunktionen. In den letzten Jahren sind vor allem Sturm- und Borkenkäferschäden hervorzuheben. Österreichs Wald befindet sich fest in privater Hand - 170.000 Waldeigentümer. Die Situation der Forstwirtschaft in Österreich ist im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten durch vorwiegend private, überwiegend bäuerliche Waldeigentümer gekennzeichnet, die rund 80% des österreichischen Waldes besitzen. Durch den Strukturwandel der letzten Jahrzehnte nimmt die Zahl der Vollerwerbslandwirte stetig ab und der Anteil von Nichtlandwirten am Waldbesitz zu. Der Bezug zum Wald wird dadurch geringer oder geht überhaupt verloren. Der Beitrag der Forstwirtschaft zum BIP beträgt zwar nur 0,4%, die Holzproduktion ist aber ein wichtiger Standortfaktor für die sehr leistungsfähige und exportorientierte österreichische holzverarbeitende Industrie. Weit über 90% des heimischen Holzeinschlages werden in Österreich verarbeitet, der Pro-Kop-Holzverbrauch steigt ständig. Die Österreichische Holzwirtschaft ist ein bedeutender Arbeitgeber und Devisenbringer, die Exportquote beträgt nahezu 70%. Den Herausforderungen der Zukunft gilt es dennoch zu begegnen: Know-how und Technologie, weitergehende Veredelung und höhere Wertschöpfung, Investitionen im In- und Ausland sowie länderübergreifende Zusammenarbeit, weitere Optimierung der Holzerntekette durch engere Zusammenarbeit des Forst- und Holzsektors und die Erschließung neuer Märkte werden dabei wichtige Erfolgsfaktoren sein. Neben der stofflichen Verwertung wird die energetische Nutzung des Rohstoffes Holz (Biomasse) immer wichtiger.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14119948989ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar