Titel
Providing information about natural resources as a base to support the decentralization of the forest sector in Canton Loreto - Ecuador
Verfasser
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
191 S.
Illustrationen
58 Abb., 55 Tab., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12164
Datensatznummer
123487
Quelle
Abstract
Trotz der 400-jährigen Geschichte Avila Viejos unter spanischer und republikanischer Verwaltung, waren die Bewohner des Kanton Loretos weitgehend vom Rest Ecuadors isoliert, sowohl in physischer wie auch in sozialer Hinsicht. Dies liegt auch an den geringen Kommunikationsmöglichkeiten und einer generellen Vernachlässigung dieser Region seitens der zentralen Verwaltung, Orstrom (1999, 2000) weist die Behörden auf einige Kernfunktionen hin, damit diese, Aktionen zur Selbstverwaltung und Hilfe unter den Ressourcenverbrauchern in einem dezentralisierten Rahmen ermöglichen. Regierungsbehörden, die von den Ressourcengruppen identifiziert werden, wie z.B. die Ortsregierung von Bolivien, können die Bildung kollektiver Aktionen erleichtern und so die Forstrechte verbessern, indem ausreichende und ausführliche Informationen über die natürlichen Ressourcensysteme zur Verfügung gestellt werden. Die vorliegende Studie ist eine Pionierarbeit und gibt, soweit möglich, Auskunft über die derzeitige Lage der Gemeinden und die Fakotren, die direkt oder indirekt für die Umwandlung der primären Wälder verantwortlich sind. Diese Studie versucht, den Status und die Wirksamkeit des Managements und der Verwaltung geschützter Gebietes des Staates zu bestimmen und stellt eine Forschungsbasis für die Anwendung des nachhaltigen Managements der primären und sekundären Wälder innerhalb des Kanton Loretos, dar. Für die Charakterisierung der Gemeinden des Kanton Loretos und der Problematik der geschützten Gebiete des Staates, wurden die Landkarten des Geographischen Militärinstitutes Maßstab 1:50.000 mit dem Programm ARC/INFO digitalisiert. Die Software ARC/VIEW wurde benutzt, um ein dreidimensionales Geländemodell zu entwicklen und die Bestimmung der Topographie zu erleichtern. Eine Landkarte des Instituts für nationale landwirtschaftliche Entwicklung (INDA) von 1995 mit einem Maßstab 1:100.000 wurden digitalisert, um eine Analyse der Besitzrechte der verschiedenen Gebiete im Schutzwald Sumaco darzustellen. Die Satellitendaten LANDSAT von CLIRSEN von Oktober 1995 und September 1997 wurden zur Bestimmung der Dynamiken der Landnutzung im Schutzwald Sumaco benutzt (ECOCIENCIA, 1998). Zur Determinierung der Einkommen für jede Gemeinde wurde eine Methode, die als Rural Rapid Appraisal (RRA) bezeichnet wird, mit einer Musterintensität von 45% angewendet. Die Participatory Rural Appraisal (PRA) Methode wurde bei den Versammlung mit den Gemeinden angewendet, in denen die erhaltenen Informationen validiert wurden. Eine zusätzliche Erhebung wurde durchgeführt, um so eine demographische Struktur der Gemeinde 10 de Agosto, nach Alter und Geschlecht im Jahr 2000, zu erhalten. Um die Wirkung der Weidewirtschaft auf die Struktur des sekundären Waldes festzulegen, wurden drei Forstgebiete (Rukullacta, Vilano und Wawa Sumaco), die drei verschiedene Kolonisierungszeitpunkte haben und deren Nutzungsintensität innerhalb des Schutzwaldes Sumaco liegt, ausgesucht. Das Alter der Sekundärwälder liegt zwischen drei und 22 Jahren im Vergleich zu den Primärwäldern. An jedem Ort wurden Parzellen, die 50 qm (20x25 m) Fläche umfassen, mit vier Wiederholungen untersucht. Innerhalb jeder Parzelle wurden alle Bäume über 5 cm BHD indentifiziert und gemessen. Die Studie wurde innerhalb zweier Landnutzungssysteme beider repräsentativen Regionen des Kanton Loretos (Pasohurco und Nuestra Senora de Loreto) durchgeführt. In jeder dieser Regionen wurden 8 experimentelle Parzellen (10x10 m) auf Weideland gekennzeichnet. Kräuterarten, die zur Familie der Leguminosaceae gehörten, wurden identifiziert. Jede Parzelle wurde in eine Subparzelle von 5x5 m aufgeteilt, in denen vier Punkte mit einem rechteckigen Rahmen von 0,5 qm zufällig ausgewählt wurden. Ein Musterpunkt wurde ausgesucht, um die Produktion von Trockenmaterial der Weide und dessen botanische Komposition gemäß Lovett und Scott (1997) zu bestimmen. Zur Datenauswertung wurde eine Varianzanalyse angewendet, um die Mittelwerte der vielfältigen Anzal von Leguminosen (Geschlecht und Art) vergleichen zu können. 8 Parzellen von 100 qm wurden im Sekundärwald eingerichtet und in zwei Subparzellen von je 50 qm aufgeteilt. Die Anzahl von Leguminosenbäumen (höher als drei Meter und mit einem Brusthöhendurchmesser (BHD) von mehr als 10 cm) wurde aufgenommen. Die Subparzellen wurden nochmals in Parzellen aufgeteilt, die 25 qm umfassen, sodass man die Leguminosenbüsche, die zwischen 0.3 und 3 m hoch sind und einen BHD >-10 cm haben, identifizieren konnte. Die Verjüngung wurde untersucht, indem man eine Korrepondenzanalyse mit dem MVSP Programm (MSVP, 2003) gemacht hat. Die Leguminosen, die sich für Viehfutter eignen, wurden gesammelt und bestimmt. Drei Büsche mit 10 Exemplaren jeder Art wurden aufgrund ihrer wichtigen primären Produktion (von Laub) ausgesucht). Vieh wurde beim Aufnehmen des Grünfutters beobachtet und dessen Frischegewicht der Stichproben wurde ermittelt, anschließend in einem Ofen 60 Grad C getrocknet und zum Schluss nochmals gewogen. Von den Proben wurden Asche, Extrakte, Nitrogene und Minerale gemäß der Empfehlung von AOAC (1995) bestimmt. Die in vitro Verdaulichkeit wurde mittels IVDN Pepsinmethode untersucht (Walker et al., 1999).