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  • Titel
    Zur Kenntnis des Blattbaues der Alpenpflanzen und dessen biologische Bedeutung
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1892
  • Seiten
    62 S.
  • Illustrationen
    2 Taf.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    1336
  • Datensatznummer
    120586
  • Quelle
  • Abstract
    Resumieren wir noch in aller Kürze das Gesagte, so ergeben sich für das Verhalten der angeführten dicotylen Alpenpflanzen, mit ausschliesslicher Berücksichtigung sonniger Standorte, folgende Hauptpunkte: 1. Die Blätter der Alpenpflanzen zeigen in jeder Beziehung eine unverkennbare Anpassung an gesteigerte Assimilationsthätigkeit. Diese äussert sich in einer Verlängerung oder Vermehrung der Palissaden einer im Allgemeinen lockeren Structur, einem sehr verbreiteten Oberseite, gerade bei (rücksichtlich des Mesophylls) dorsiventralen Blättern und der gewöhnliche exponirten Lage der Schliesszellen. 2. Die Gründe zu der erhöhten Ausbildung des Assimilationsgewebes sind gegeben: a) Durch die bedeutend gesteigerte Lichtintensität in den Hochgebirgen. Diese ist eine Folge sowohl der geringen Luftdichte, als auch des geringeren Gehaltes an Wasserdampf, durch welch letzteren Umstand eine schwächere Absorption der assimilatorsich wirkenden Lichtstrahlen in der Höhe stattfindet; b) durch die verhältnissmässig nicht unbedeutende Abnahme des absoluten Kohlensäuregehaltes der Luft mit der Seehöhe; c) durch die stark verkürzte Vegetationszeit. 3. Die wenigen Fälle, wo Verminderung der Palissaden mit der Höhe eintritt, werden theils durch allgemein schwächenden Einfluss des Klimas, theils durch specifische Standortseigethümlichkeiten erklärt werden können, theils mögen auch innere, in der jeweiligen Natur der Pflanze gelegene Bedinungen mitwirken. 4. Inwieweit die unter 2. genannten Facoten eine Vervollkommnung des Palissadengewebes erzielen, ist in hohem Grade abhängig davon, wieweit in der betreffenden Pflanze die Tendenz und Fähigkeit zur Palissadenbildung überhaupt hereditär gefestigt ist. In zweiter Linie ist auch die Plasticität der Species massgebend.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14099391336MonographieBüchermagazinVerfügbar