Titel
Waldzustandbericht 2003 : Waldökosystemstudie Hessen : Wald & Wasser : Witterung
Körperschaft
Erscheinungsort
Hann. Münden
Verlag
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
27 S.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12421
Datensatznummer
114273
Quelle
Abstract
Nach einem raschen Anstieg der mittleren Kronenverlichtung zwischen 1984 (11 %) und 1992 (25 %) war etwa bis 2000 eine Stagnation der Entwicklung zu verzeichnen. In den letzten Jahren mehren sich in Hessen Anzeichen einer Verbesserung des Waldzustandes. Günstig ist die Entwicklung der jüngeren Bäume. Hier ist vor allem die Buche zu nennen. Der Anteil der seit dem letzten Jahr abgestorbenen Bäume ist sehr gering. Noch ist aber die Vitalität des hessischen Waldes von 1984 insgesamt nicht wieder erreicht (2003: 21 % gegenüber 11 %, 1984). Die Region Rhein-Main ist hinsichtlich des Zustandes des Waldes nach wie vor besonders belastet. Trotz heute wesentlich geringerer Säure- und Schwefeleinträge in den hessischen Wald wirken die jahrzehntelangen hohen Immissionen erheblich nach. Dies gilt vor allem für die Beschaffenheit des Bodensickerwassers, einer wesentlichen Ernährungsgrundlage der Waldbäume. Nahezu unverändert hoch ist der Stickstoffeintrag (Kronentraufe) in hessische Wälder. Auch die Ozongehalte der bodennahen Luft lassen keine Tendenz zur Verringerung erkennen. Spitzenwerte der Jahre 1994/1995 wurden jedoch nicht erreicht. Weitere Anstrengungen zur Immissionsminderung sind erforderlich. Für den Sommer 2003 wurde die höchste Durchschnittstemperatur seit 1984 gemessen. Folgewirkungen im nächsten Jahr sind nicht auszuschließen.