Titel
Sortierung von Fichtendurchforstungsholz : Diplomarbeit : Betriebswirtschaftliche Auswertung einer Fallstudie in der Forstverwaltung Heiligenkreuz über die Sortierung im Wald oder auf einer Sortieranlage
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1992
Seiten
82 S.
Material
Monographie
Standardsignatur
Trk-F96
Datensatznummer
113488
Abstract
Diese Fallstudie wurde erstellt, um anhand eines Betriebes (der natürlich nicht für große Teile Österreichs repräsentativ sein kann), den Anteil der Sortierung an der Gesamtvorrückung und Rückung zu erhalten. Zu diesem Zweck wurden Zeitstudien durchgeführt, die den Unterschied in den Produktivitäten zwischen unsortiert und sortiert vorgerückten Holzes zeigen sollten. Diese Studien wurden in einem geschälten und in einem nicht geschälten Bestand durchgeführt um den Anteil zu erhalten, der auf die Schälung zurückzuführen war. Diese aufgenommenen Daten wurden statistisch aufbereitet (ein Statistikprogramm für die Prüfung auf Normalverteilung und der TUKEY - Test als Mittelwertsvergleich) und ausgewertet. Es wurden jeweils die Mittelwerte und die Standardabweichungen berechnet und für den Tukeymittelwertstest gewichtet. Das Vertrauensintervall wurde, mit Formeln und der Tabelle von Tukey mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 %, berechnet und mit den Mittelwertsdifferenzen der zu vergleichenden Versuchsreihen verglichen, um signifikante Unterschiede zu bekommen. Die Unterschiede der Produktivität zwischen sortierter und nicht sortierter Trasse im geschälten Bestand (7,7%) waren geringer als die im nicht geschälten Bestand (37,8%), dies war auf die ungünstigere Sortimentsverteilung zurückzuführen, weil im geschälten Bestand ein geringerer Anteil an Zerspanerholz und fast nur faserholz angefallen waren. Im nicht geschälten Bestand war die Sortimentsverteilung ausgeglichener un ddie Bündel an der Rückegasse waren für das einzelne Sortiment weiter entfernt, somit ergab sich auch eine längere Rückedistanz bei gleichem Rückegassenabstand. Der Deckungsbeitrag I bei der Waldsortierung gegenüber dem unsortiert verkauften Holz waren im geschälten Bestand um öS 103,60 pro fm (wenn man die geringere Leistung durch die Waldsortierung berücksichtigt noch um öS 91,50 / fm) und im nicht geschälten Bestand um öS 121,90 pro fm (bei geringerer Produktivität durch die händische Sortierung um öS 21,60 / fm) höher als bei der Sortierung in einem holzverarbeitenden Betrieb, wenn dieser öS 100,- pro fm für die Sortierung abzieht. Die Sortierung mit dem Anhängerkran war um öS 97,30 pro fm günstiger als die Sortierung in einem holzverarbeitenden Betrieb. Die Sortierung au fder betriebseinenden Sortieranlage war im geschälten Bestand um öS 83,- pro fm, im nicht geschälten Bestand um öS 7,40 pro fm teurer als die Sortierung in einem holzverarbeitenden Betrieb. Die Differenz in den Deckungsbeiträgen I, die sich zwischen den beiden Beständen ergab, konnte auf die Rotwildschälung und auf den um 2 cm geringeren Media im geschälten Bestand zurückgeführt werden, er lag bei 43%. Aus den Zeiten die bei dieser Fallstudie ermittelt wurden und aus den Kosten und Nettoerlösen konnte geschlossen werden, daß die Sortierung im Wald durch die Forstarbeiter bei der momentanen Kosten- und Erlössituation noch am günstigsten abschnitt. Zum Schluß sei nocheinmals darauf hingewiesen, daß es sich hier nur um eine Fallstudie handelt und die errechneten Ergebnisse nicht bedenkenlos auf andere Betriebe übertragen werden können.