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  • Titel
    Die Windwurfkatastrophe 1990 : Leistungs- und kostenorientierte Untersuchungen in einem oberösterreichischen Forstbetrieb : Diplomarbeit
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1991
  • Seiten
    72 S.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    Trk-B283
  • Datensatznummer
    112997
  • Abstract
    Bei den orkanartigen Stürmen im Frühjahr 1990 fielen in Europa rund 100 mio fm Schadholz an. Die BRD war mit rund 70 mio fm am stärksten betroffen. In Österreich betrug die Schadholzmenge 1990 8,2 mio fm. Dies bedeutete 52,5% des Gesamteinschlages. Am stärksten betroffen waren die Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich. In Oberösterreich betrug die Schadholzmenge 1990 knapp 3 mio fm. Damit war der Schadholzanfall 1990 etwa fünfmal so hoch wie der 10-Jahresmittelwert. Den betroffenen Waldbesitzern (bis 300 ha) wurden folgende finanzielle Hilfeleistungen angeboten: Flächenhilfe, Lagerungshilfe, Finanzierungsbeihilfen, Verbilligung von Schutzausrüstung und Aufforstungsunterstützungen. Als gesetzliche Grundlage bei der Aufarbeitung von Windwurfflächen dienen speziell das Forstgesetz 1975 (Novelle 1987), die Forstschutzverordnung 1978, für OÖ die OÖ land- und forstwirtschaftliche Unfallverhütungsverordnung 1976, 1. Stück; und allgemeine Arbeitsschutzgesetze (Arbeitsverfassungsgesetz, Arbeitnehmerschutzgesetz). Eine Analyse der Unfallstatistiken ergab, daß bundesweit bei den bäuerlichen Waldbesitzern 1990 um 23% mehr Unfälle passierten als im Vorjahr. Die Anzahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang erhöhte sich von 1989 auf 1990 um 36%. Die Anzahl der Arbeitsunfäölle der unselbständig erwerbstätigen in der Forstwirtschaft stieg von 1.777 Unfällen im Jahr 1988 auf 1822 Unfälle 1990. Die Kosten der Holzernte der eigenen Arbeiter des Anton Dreher'schen Forstbetriebs Weyer beliefen sich 1989 auf 377,2 Schilling je efm und stiegen 1990 um 16,2% auf 438,5/efm. Die Kosten der Holzernte der fremden Arbeitskräfte betrugen 1989 350,9 Schilling je efm und stiegen 1990 um 7,6% auf 377,5/efm. Die Auswertung der Zeitstudien bei der Windwurfaufarbeitung brachte folgendes Ergebnis: Der Anteil der RAZ an der GAZ betrug 65,8%. Der Anteil der AZ an der GAZ betrug 34,2%. Vergleicht man die aufgenommene Leistung mit der Vorgabeleistung der SORTIMENTSTABELLE DER ÖBF, so konnte eine durchschnittliche Leistungszahl von 93 errechnet werden. Die durchschnittliche Leistung bei der händischen Entrindung von Fichtenblochen betrug 0,4497 m¬/min RAZ, bei Lärchenblochen 0,278 m¬/min RAZ. Dies bedeutet eine Differenz von rund 40%. Bei der Windwurfaufarbeitung konnte ein zusätzlicher Ernteverlust von durchschnittlich 9,5% der Masse (efm) festgestellt werden.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1403972Trk-B283MonographieFAST TraunkirchenVerfügbar