Titel
Untersuchungen über Leistungen und Kosten mit Seilgeräten bei verschiedenen Trassenverlauf mit Rückerichtung bergauf : Diplomarbeit
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1991
Seiten
138 S.
Material
Monographie
Standardsignatur
Trk-B279
Datensatznummer
112970
Abstract
Ziel dieser Arbeit war die Beurteilung von Seiltrassen mit verschiedenem Verlafu in der Bergaufrückung bezüglich Zeitaufwand für Auf- und Abbau, Berechnung der Leistungen und der Kosten sowie Gegenüberstellung der Ergebnisse. Dazu wurden im Forstbetrieb Stift Admont fünf Seileinsätze samt Montagen und Demontagen aufgenommen und mittels Zeitstudien untereinander verglichen. Zusätzlich wurden noch die R+ückeschäden Berücksichtigt. Die Leistungsaufzeichnungen erfolgten durch das Messen der Stämme am Fällungsort. Es kam das Kippmastgerät "Turmfalke" zum Einsatz. Untersucht wurde die Bergaufseilung in der Durchforstung, wobei die Bauzeiten von der Länge der Seiltrasse und von der eventuellen Notwendigkeit einer Stütze abhingen. Während der Seilarbeiten wurden Zeitaufnahmen durchgeführt um die Leistungsunterschiede entsprechend dokumentieren zu können. Bei den Schräghangstrassen (B und D) betrug die durchschnittliche Maschinenstundenleistung je Stunde RAZ 10.5 fm/h, die durchschnittliche Leistung der Bündelung betrug in diesem Fall 2.9 fm/h. Bei den Fallinientrassen (A und C) betrug die durchschnittliche Maschinenstundenleistung je Stunde RAZ 9.7 fm/h, die durchschnittliche Leistung der Bündelung 3.6 fm/h. Die Schräghangtrassen weisen eine um 8% höhere Seilleistung und iene um 24 % geringere Bündelungsleistung auf. Die Gesamtkosten bei den Schräghangtrassen betragen im Durchschnitt 285.- S/fm. Bei den Fallinientrassen betragen die durchschnittlichen Gesamtkosten 315.- S/fm. D. h. das die Gesamtkosten bei den SChräghangtrassen um 30,- S/fm (8.6%) geringer sind. Der Grund liegt darin, daß bei der Schräghangseilung die Maschinenstundenleistungen höher sind. Die tolerierbare Schadensgrenze wurde bei jeder Trasse deutlich unterschritten. Die Anwendung der Schräghangseilung ist nicht nur im Hinblick auf die positiven ökonomischen Aspekte sondern auchunter Berücksichtigung der Anforderungen einer naturnahen Bewirtschaftung zu präferieren. Die Schräghangseilung kann nur in der Sortimentsmethode durchgeführt werden. Das Holz muß freischwebend geseilt werden umden talseitig angrenzenden Bestand zu schonen. Dies bedeutet, daß für die Planung der Seitrassen ein höherer Aufwand in Kauf genommen werden muß. Aufgrund des geringen Umfangs der Untersuchung ist jedoch festzustellen, daß die Ergebnisse dieser ARbeit nicht zu verallgemeinen sind.