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  • Titel
    Forsttechnische Erhebung im Kleinprivatwald Ost- und Nordtirols : Diplomarbeit
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Seiten
    77 S.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    Trk-B272
  • Datensatznummer
    112479
  • Abstract
    Um einen forsttechnischen Vergleich im Kleinprivatwald der einzelnen Bundesländer machen zu können, wurde ein Fragebogen, aufbauend auf einer forsttechnischen Erhebung der Steirischen Landwirtschaftskammer erarbeitet, der eine flächendeckende Untersuchung des gesamten Bundesgebietes ermöglicht. Dabei wurden die Betriebe in einzelne Größengruppen unterteilt (GKL I 0-5 ha, GKL II 5,1-20 ha, GKL III 20,1-50 ha und GKL IV 50,1-200 ha) und in jeder dieser Gruppe 20 Betriebe, verteil über das ganze Bundesland (Nord- und Osttirol) zufällig ausgewählt. Erhoben in diesem Fragebogen wurden persönliche Daten der Betriebsführer, wie Alter, Beruf, Ausbilödung, wirtschaftliche ideologische Bedeutung des Waldes, Arbeitskräftsituation, Arbeitsaufwand, Arbeitstechnik, Maschinen (sowohl eigene als auch überbetrieblich eingesetzte), Maschineneinsätze durch Unternehmungen und nicht zuletzt Schutzausrüstung und Sicherheit. Der Wald hat für seinen Besitzer eine vielfältige Funktion, sei es Brennholzlieferant, Arbeitsplatz, Existenzgrundlage oder eiserne Reserve und Rückhalt. Gerade der Reserve- und Sparkassegedanke fürhen oftmals zu einer falschen oder zurückhaltenden Bewritschaftung, was letztendlich einer Produktivitätssteigerung hinderlich ist. Ebenso herrscht Vielerorts die Meinung vor, daß an einer Durchforstung nichts zu verdienen sei, somit Dichungspflege und Jungwuchspflege oftmals unterlassen werden un ddamit eine Nachhaltigkeit und Stabilität der Bestände nur ungenügend gewährleistet sind. Die Arbeits- und Verfahrentechniken, die waldbaulichen Maßnahmen, die markttechnischen Verkaufsmöglichkeiten und voir allem die sicherheitstechnischen Maßnahmen, weisen bei den meisten Betrieben arge Mängel auf. Trotz der sich verschärfenden Arbeitskräftesituation (Abwanderung der Jungen) werden Nachbarschaftshilfe oder Maschinen im Gemeinschaftsbesitz relativ wenig in Anspruch genommen (Bauernstolz?). Zahlenmäßig mit Maschinen (Motorsägen und Traktoren) scheinen die Tiroler Kleinwaldbetriebe ausreichend bestückt zu sein, die jedoch selten den sicherheitstechbischzenb Anforderungen entsprechen. Zu bemängeln ist auch,m daß die B etriebsführer das forstliche Aus- und Weiterbildungsangebot von -seiten der Forstbehördewn, Landwirtschaftskammern und forstlichen Ausbildungsstätten oft zu wenig nützen, beziehungsweise ist mancherorts kein entsprechendes Angebot vorhanden. Dennoch zeigten sich des öfteren bei der Erhebung die Früchte einer unermüdlichen und ideologischen Beratungstätigkeit der entsprechenden Stellen. Vielleicht durch die langen Umtriebszeiten der ienzelnen Baumarten bedingt, neigt man zu konservativem und traditionsgebundenem Denken, ohne dabei zu bemerken, daß im Wald längst schon ein frischer Wind bläst. Wie die letzen Monate gezeigt haben, wirft der Sturm vorwiegend schlecht gepflegte Bestände.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1403422Trk-B272MonographieFAST TraunkirchenVerfügbar