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  • Titel
    Rahmenbedingungen bei der Simulation von Lawinen : Tagung der Gefahrenzonenreferenten des Forsttechnischen Dienstes der Wildbach- und Lawinenverbauung, Galtür 20.5.2003
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Innsbruck
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Seiten
    8 S.
  • Illustrationen
    2 Abb., 15 Lit. Ang.
  • Material
    Sonderdruck
  • Standardsignatur
    9539S
  • Datensatznummer
    109264
  • Abstract
    Ausgehend von der allseits bekannten Tatsache, dass Modelle (auch Lawinensituationsmodelle) nur ein grobes Abbild der Wirklichkeit widerspiegeln, sind bei der Interpretation von Simulationsergebnissen die oben genannten Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Schon allein die Tatsache, dass es unterschiedliche Modelltypen [von Punkt- oder Blockmodellen (PCM) bis hin zu gekoppelten Modellen (SAMOS, N2L); (Issler et al., 2003)] mit unterschiedlichen physikalischen Ansätzen gibt, weist darauf hin, dass es nicht "die eine Wahrheit" gibt und noch genug Forschungsbedarf besteht. Abgesehen von den Modellvereinfachungen (repräsentiert durch unterschiedliche physikalische Modellansätze und numerische Umsetzungen) und modellimmanenten Ungenauigkeiten sind unerwartete Ergebnisse oder Ergebnisdifferenzen auf unzureichende Informationen über Schnee- und Geländeparameter zurückzuführen bzw. auf starke Simplifizierungen dieser. Die räumliche Verteilung der Höhe und der Dichte der Schneedecke - durch Schneefall und/oder Vorlawinen - und damit zusammenhängender Größen wirkt sich in mehrfacher Hinsicht auf Lawinensimulationen aus. 1. Aus den vorgenannten Größen und der (teilweise sehr schwierigen) Abgrenzung von Anbruchgebieten leitet sich die Masse einer Lawine ab. Bei der Simulation von Lawinen wird mit Nährungswerten operiert. 2. Die räumliche Verteilung der Schneedecke in der Sturzbahn und im Auslaufgebiet beeinflusst die Massenbilanz einer Lawine. Dies wird in einigen Modellen durch Entrainment-/Erosionsmodule berücksichtigt. Die dafür notwendigen Parameter (Schneehöhe, Schneedichte) können nur grob geschätzt werden. 3. Die zeitlich variable winterliche Schneedecke verändert das Gelände teilweise erheblich. Dieser Tatsache wird in der Regel bei der Bewertung der Ausgangsbedingungen für Simulationen nicht Rechnung getragen. 4. Massive Veränderungen des Geländes (Sturzbahn, Auslaufgebiet) erfolgen durch Vorlawinen. Auch Vorlawinen werden nur selten als Gelände verändernder Faktor berücksichtigt.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14009099539SSonderdruckSonderdruckmagazinVerfügbar