- TitelZustand der Tiroler Wälder. Bericht für das Jahr 1988 : Untersuchungen über die Immissionsbelastung und den Waldzustand in Tirol : Bericht an den Tiroler Landtag 1989
- Körperschaft
- ErscheinungsortInnsbruck
- Verlag
- Erscheinungsjahr1989
- Seiten135 S.
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur13506
- Datensatznummer108812
- Quelle
- Abstract"Gegenwärtig sind wir Zeugen eines dramatischen Niederganges des mitteleuropäischen Waldes, und die Frage nach der Zukunft unserer Wälder wird immer mehr zur Frage nach unserer eigenen Zukunft. Das Thema ist daher zu ernst, um durch Überzeichnung apokalyptischer Schreckensvisionen Gruselstimmung heraufzubeschwören, oder durch allzu optimistische Zukunftsbilder falsche Hoffnungen zu erwecken". Diese Feststellung traf vor kurzem Univ.Prof. Dr. G. Glatzel von der Universität für Bodenkultur in einem Beitrag über Österreichs Wald. Er stellte folgende Thesen in den Vordergrund seiner Überlegungen: "Der Niedergang des Waldes wird zur Jahrhundertwende noch nicht überwunden sein: Dabei handelt es sich um eine komplexe Reaktion der Ökosysteme auf die Schadstoffbelastung der Bäume und der Böden. Bei drastischer Reduktion der Luftverschmutzung bis zur Jahrtausendwende wird zwar die direkte Schädigung der Baumkrone zurückgehen, Bodenschäden brauchen aber viel länger zum Ausheilen. Die Erhaltung unserer Wälder wird über eine drastische Verminderung der Schadstoffemissionen hinaus technisch-biologische Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen. Vor allem in vielen Schutzwaldbeständen hat sich der Waldzustand in den letzten Jahren rapid verschlechtert, ohne intensive Schutzwaldsanierung wird in vielen Landesteilen der Wald seinen Beitrag zur Sicherheit des Lebensraumes nicht mehr leisten können." Den Waldeigentümern, in Tirol sind dies auf fast 80% der Waldfläche Bauern und Agrargemeinschaften, können diese Sanierungskosten nicht zugemutet werden, hier muß die öffentliche Hand mehr als bisher Förderungsmittel bereitstellen. Prof. Glatzel schließt seinen Beitrag: "Schließlich haben wir einen nicht unwesentlichen Teil des gegenwärtigen Lebensstandards nur dadurch erreicht, daß wir die Kosten der Schadstoffminderung eingespart und wider besseres Wissen auf die unbegrenzte Aufnahmefähigkeit der Natur bauten. Wir müssen endlich zur Kenntnis nehmen, daß es unverantwortlich ist, weiterhin einer Politik anzuhängen, deren Ziel es ist, die Lösung von Umweltproblemen auf die Zukunft zu verschieben."
- Schlagwörter
- Klassifikation
| Exemplarnummer | Signatur | Leihkategorie | Filiale | Leihstatus |
|---|---|---|---|---|
| 10020237 | 13506 | Monographie | Büchermagazin | Verfügbar |
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