Titel
Diagnostischer Wert von Radialzuwachs und Zellstrukturen der Stieleiche (Quercus robur L.) für Umwelteinflüsse
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Freiburg im Breisgau
Verlag
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
171 S.
Illustrationen
41 Abb., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
13999
Datensatznummer
107605
Quelle
Abstract
Das große Interesse, das der Stiel- neben der Traubeneiche von der Forstwirtschaft in Europa entgegengebracht wird, ergibt sich aus ihrer weiten Verbreitung, ihrer ökologischen Bedeutung und auch aus der Wertschätzung ihres Holzes. Ihr relativ langsames Dickenwachstum führt in unseren Wirtschaftswäldern zu im Vergleich mit anderen Baumarten sehr hohen Produktionszeiträumen, um die am Holzmarkt besonders nachgefragten Dimensionen und Sortimente zu erzielen. Ein - insbesondere flächenhafter - Ausfall von Eichen vor dem Erreichen ihres Zieldurchmessers destabilisiert die betroffenen Waldökosysteme, verursacht waldbauliche Zwänge und zieht so schwere wirtschaftliche Einbußen für den Forstbetrieb nach sich, daß mit Blick auf das europaweit auftretende "Eichensterben" die Vitalität der Stieleichen bzw. ihre Fähigkeit zur Kompensation von Umweltbelastungen große Aufmerksamkeit verdient. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Prüfung der Frage, ob sich die Wirkung von Streßfaktoren während des Baumlebens in jährlichen Parametern des Hydrosystems auf Stammquerschnittsflächen von Stieleichen (Quercus robur L.) nachweisen läßt und sich damit Hinweise auf die retrospektive Einschätzung der Vitalität ableiten lassen. Dazu werden - Untersuchungsmethoden entwickelt, die eine möglichst effiziente Erhebung von Hydrosystem- bzw. Gefäßparametern an Eichenstammscheiben erlauben, - jährliche Kennwerte des Hydrosystems abgeleitet und ihre Variabilität untersucht sowie - Beziehungen zwischen diesen jährlichen Kennwerten und Umwelteinflüssen analysiert und mit dem Radialzuwachs verglichen.