Titel
Untersuchung der Angepaßtheit von Fichtensämlingen an die Seehöhe : Klimakammertestung der Fichtebeerntungen der Reifejahre 1991 und 1992
Paralleltitel
Investigation of the altitudinal adaptation of Norway spruce seedlings: Testing seed harvests in 1991 and 1992 in climatic chambers
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
39 S.
Illustrationen
24 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
5275
Datensatznummer
104707
Quelle
Abstract
Sämlinge aus Saatgut der Jahre 1991 und 1992 aus zugelassenen Erntebeständen wurden in Klimakammern getestet, um die Angepaßtheit von Fichtenherkünften an die Seehöhe ihres Standortes beurteilen zu können. Methodisch wurden Fichtensämlinge unter standardisierten Umweltbedingungen einer periodischen und stufenweisen Verkürzung der Beleuchtungsdauer unterzogen. Aufgrund der Angepaßtheit an eine Photoperiode konnte eine Aufgliederung der einzelnen Herkünfte nach Seehöhenstufen erreicht werden. Von den verwendeten Parametern haben sich die Merkmale Knospenindex, Verhältnis von Trieb- zur Hypokotyllänge, Zahl der Seitentriebe sowie das Trieb- und Nadeltrockengewicht für eine Beurteilung als die geeignetsten erwiesen. Für die Sämlinge der Beerntung 1991, welche in der Mehrheit aus höheren Lagen stammen, konnte bis auf wenige Ausnahmen eine ausreichende Angepaßtheit an ihre jeweilige Seehöhe nachgewiesen werden. Die Sämlinge der Beerntungen des Jahres 1992, welche überwiegend aus tiefen- und mittleren Höhenlagen stammen, zeigen ein sehr uneinheitliches Verhalten. Dieses spiegelt das in Österreich derzeit vorhandene Verteilungsmuster der Herkünfte in den intensiv bewirtschafteten Regionen wieder. Dien Ergebnisse zeigen, daß Erntebestände im Osten und Südosten Österreichs, aber auch in den tieferen Lagen des Voralpengebietes und des Mühl- und Waldviertels, mit Vermehrungsgut aus höheren Seehöhen begründet worden sind und bestätigen deren künstlichen Ursprung. Aber auch für die Begründung von Beständen mit Vermehrungsgut aus zum Teil beträchtlich tieferen Lagen konnten Hinweise erhalten werden. Die Methode der Klimakammertestung zur Beurteilung von nicht autochthonen Herkünften erwies sich als derzeit noch mit einigen Unsicherheiten behaftet. Bei aller Unschärfe stellt sie jedoch derzeit die einzige Möglichkeit dar, in relativ kurzer Zeit und in einem frühen Entwicklungsstadium Aussagen über die Seehöheneignung von Herkünften im alpinen Raum zu erhalten.