Titel
Wechselwirkungen zwischen Waldbauform, Bejagungsstrategie und der Dynamik von Rehwildbeständen
Verfasser
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
163 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12164
Datensatznummer
104310
Quelle
Abstract
Am Institut für Waldbau und Waldökologie der Universität Göttingen wurde 1993 ein von den Landesforstverwaltungen der Bundesländer Hessen, Niedersachsen, Thüringen und Rheinland-Pfalz in Auftrag gegebenes Forschungsprojekt etabliert. Von 1993 bis 1995 wurden im Rahmen dieses Forschungsprojektes in drei verschiedenen Revieren in Hessen und Niedersachsen Untersuchungen zu den Wechselwirkungen zwischen Waldbauform, Bejagungsstrategie und der Dynamik von Rehwildbeständen durchgeführt. Die Untersuchungsreviere unterscheiden sich deutlich in ihrer Bewirtschaftungsweise, was in der Zusammensetzung der Baumarten sowie der horizontalen und vertikalen Strukturierung zum Ausdruck kommt. Die niedersächsischen Untersuchungsgebiete Gittelde und Oldershausen stellen unter vergleichbaren klimatischen und standörtlichen Bedingungen die Extreme hinsichtlich der Waldbewirtschaftungsform dar: Gittelde seit über 50 Jahren eine naturgemäß bewirtschaftete staatliche Revierförsterei; Oldershausen, ein Privatforstbetrieb mit einer über 80 jährigen Tradition der Fichten-Altersklassenwirtschaft. Das hessische Untersuchungsrevier, Teil der Hessischen Revierförsterei Breithardt, ist ein "Umbaubetrieb" von der Altersklassen- zur naturgemäßen Bewirtschaftung, de sich in zwei unterschiedlich strukturierte Revierteile aufgliedert. Der interdisziplinäre Forschungsansatz beruht auf der Analyse der wichtigsten Einflußfaktoren und Steuerungsgrößen in den Bereichen Waldbau, Wildökologie und Jagd. Zudem wurde ein luftbildgestütztes Habitatbewertungsverfahren angewandt und praxisgerecht weiterentwickelt. Ein Aufnahme- und Bewertungsverfahren für den Schalenwildeinfluß wurde entwickelt und dessen Operationalität anhand des erhobenen Datenmaterials überprüft.