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  • Titel
    Wachstum verschiedener Nadelbaumarten auf Hochmoor im Nordwestdeutschen Tiefland
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Seiten
    305 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12164
  • Datensatznummer
    102607
  • Quelle
  • Abstract
    Die nach Abtorfung anfallenden Moorflaechen des nordwestdeutschen Tieflandes wurden bisher nach einer Melioration vor allem als Gruenland genutzt. Als Folge der landwirtschaftlichen Ueberproduktion stagniert heute die Moorkultivierung, gebietsweise deutet sich der Trend zur Sozialbrache an. Nicht zuletzt auch wegen der Waldarmut der norddeutschen Tiefebene wird daher die Frage diskutiert, inwieweit die zur Zeit im Abbau befindlichen und bei unguenstigen agrarstrukturellen Voraussetzungen nicht mehr landwirtschaftlich nutzbaren wie auch nicht mehr renaturierbaren Moorflaechen aufgeforstet werden koennen. Groessere Aufforstungen im vorigen Jahrhundert auf nicht entwaesserten Hochmooren des nordwestdeutschen Flachlandes sind trotz eines vielversprechenden Jugendwachstums der Baeume fehlgeschlagen. Auch juengere, in diesem Jahrhundert angelegte Mooraufforstungen zeigen trotz intensiver Entwaesserung und Duengung nach befriedigender Jugendentwicklung bestenfalls maessige Wuchsleistungen, meist jedoch kuemmern sie bereits gegen Ende der ersten Altersklasse und zeigen starke Ausfaelle. Wuchsstoerungen, wie sie seit Beginn der fuenfziger Jahre fuer Aufforstungsversuche von skandinavischen Moorflaechen beschrieben werden, kennzeichnen auch viele Mooraufforstungen Nordwestdeutschlands. Um fuer die speziellen Wuchsbedingungen der niedersaechsischen Hochmoore Empfehlungen fuer den Anbau von Waldbaeumen geben zu koennen, wurden in den sechziger Jahren Versuche mit Picea abies (L.), Picea omorika (P.), Picea sitchensis (C.) und Larix leptolepis (G.) unter moorkundlich hydrologischen, und waldbaulichen Fragestellungen angelegt. In der vorliegenden Arbeit wird versucht, durch Aufnahme von ertragskundlich-waldbaulichen Bestandesdaten (einschliesslich Stammanalysen und Erfassen von Feinwurzelmassen) sowie durch die Bestimmung der Elementgehalte in Nadeln, Wurzeln, Torf und Bodenloesungen Ursachen fuer das Wuchsverhalten verschiedener Baumarten auf Hochmoorstandorten aufzuzeigen. Hieraus werden Hinweise fuer kuenftige Hochmooraufforstungen auf vergleichbaren Standorten hinsichtlich der Baumartenwahl sowie von Duengungs- und Entwaesserungsmassnahmen abgeleitet. Das Untersuchungsgebiet liegt in der naturraeumlichen Einheit der Hunte-Leda- Moorniederung, einem Moorgebiet, das sich entlang des Kuestenkanals ueber 60km von der Ems bis an die Hunte erstreckt. Die im Hochmoorgebiet um Papenburg (Wildes Moor, Kloster Moor) angelegten Versuchsflaechen liegen innerhalb des Wuchsbezirks der Leda-Moorniederung. Das Klima ist ozeanisch gepraegt. Bedingt durch den extrem naehrstoffarmen mineralischen Untergrund beginnt die Vermoorung der Versuchsflaechen mit einem an der Basis mehrere Dezimeter maechtigen, stark zersetzten Birken-Burchwaldtorf. Die Initialphase der Hochmoorentwicklung zeigt der folgende Wollgrastorf an. Amorphe Humussubstanzen bilden die Hauptmasse dieser...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142293112164ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar