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  • Titel
    Walderneuerung auf Problemstandorten der Harzhochlagen - ein Baumartenanbau- und Duengungsversuch
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Seiten
    330 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12164
  • Datensatznummer
    102602
  • Quelle
  • Abstract
    In der vorliegenden Arbeit werden praxisrelevante Fragen zur Kulturbegruendung auf Problemstandorten der Harzhochlagen untersucht. Ziel des in Zusammenarbeit mit der Nds. Forstlichen Versuchsanstalt geplanten Forschungsvorhabens ist es, neben der autochthonen Fichte den Kulturerfolg von fuenf weiteren, fuer standortsgerecht erachteten Baumarten (Pazifische Edeltanne, Eberesche, Bergahorn, Rot- und Weisserle) unter variierenden oekologischen Bedingungen (Standort, Ueberschirmung, Duengung) zu pruefen. Zu diesem Zweck wird die Wuchsentwicklung von insgesamt 27.360 Pflanzen (4.560 Stueck je Baumart) auf drei repraesentativen Hochlagenstandorten in den Staatlichen Forstaemtern Altenau (Quarzit, 850-920m ue. NN), Braunlage (Granit, 860m ue. NN) und Clausthal-Schulenberg (Grauwacke, 560m ue. NN) innerhalb der ersten 5 Vegetationsperioden beobachtet. Die hierarchisch strukturierte, mehrfaktorielle Versuchsanlage umfasst je Standortseinheit eine Schirm- und eine Freiflaeche (Altenau zwei Schirmflaechen) mit jeweils sechs 36x36m grossen Wiederholungen. Eine Wiederholung besteht aus vier 18x18m grossen Duengungsvarianten in die jeweils 30 Pflanzen der o.a. Baumarten als 5er Pflanzgruppen in Form eines "Lateinischen Quadrates" plaziert sind. Die Duengungsmassnahmen werden in Form einer Pflanzloch- und Flaechenkalkung (PFL+MEL) mit Magnesiumkalk bzw. magnesiumhaltigem Karbonatkalk sowie einer in der zweiten Vegetationsperiode gegebenen (NPK)- Kopfduengung durchgefuehrt. Folgende Varianten steigender Duengungsintensitaet sind zu unterscheiden: 1. Nullflaeche, 2. (NPK), 3. (PFL+MEL), 4. (PFL+MEL+(NPK). Aufgrund der Vielfaeltigkeit der durchgefuehrten Untersuchungen, werden zur Wahrung des inhaltlichen Zusammenhangs die Methodik und die Ergebnisse in den jeweiligen Kapiteln diskutiert. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die Bodenanalysen zeigen niedrige pH-Werte von bis zu 2.8 im Oberboden sowie steile pH-Tiefengradienten, die fuer eine Versauerung der von Natur aus basenarmen Hochlagenstandorten kennzeichnend sind. Die exponierten Luvlagen des Bruchbergs und Achtermanns weisen aufgrund hoher Niederschlaege und haeufiger Nebeltage (Immissionen) besonders unguenstige Bodenverhaeltnisse auf. Der chemische Zustand des Bodens wird durch den Aluminium-Eisen- Pufferbereich charakterisiert. Einem hohen Anteil der Kationensaeuren von 95% an der Ake stehen minimale Saettigungsgrade der Kationenbasen Ca2+ und Mg2+ gegenueber. Die Gleichgewichtsbodenloesung (GBL) des durchwurzelten Oberbodens zeigt extreme Al2+ -Gehalte von bis zu 900 Mymol/l und entsprechend geeringe molare Ca/Al- sowie Mg/Al-Verhaeltnisse von 0.19- 0.43bzw. 0.08-0.35, die aus pflanzenphysiologischer Sicht als ueberaus kritisch anzusehen sind. Im Vergleich zu den exponierten Hochlagenstandorten verfuegt der 300m tiefer gelegene Clausthaler Grauwackestandort ueber eine hoehere Basen...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142292912164ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar