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  • Titel
    Charakteristika und Belastungen von Waldökosystemen NO-Bayerns - eine landschaftsökologische Bewertung auf stoffhaushaltlicher Grundlage
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Erscheinungsjahr
    1991
  • Seiten
    200 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12164
  • Datensatznummer
    102297
  • Quelle
  • Abstract
    Auch wenn die Ökosystemforschung erst am Anfang ihrer eigentlichen wissenschaftlichen Entwicklung steht - sie kann noch keine allgemeingültigen Abgrenzungen. Systematisierungen ihrer jeweiligen Ökosystemtypen sowie gesicherte Methoden zur Erforschung vorweisen - sind doch erste Erfolge primaer aus den Energie- und Stoffhaushaltsuntersuchungen des IBP (z.B. im Solling: Ulrich et al. 1079, Ellenberg et al. 1986) sowie zahlreicher Fallstudien in mehr oder weniger geschädigten Wäldern Mitteleuropas zu verzeichnen. Diese werden in einer Auswahl beschrieben und nach Vorschlägen von Ulrich (1987a, 1989a). Hauhs (1989a) sowie Schulze et al. (1989b) als Stoffhaushaltstypen bzw. (stoffhaushaltlich geprägte) Systemtypen für die Betrachtungsebenen Ökosystem/Landschaft (zeitlicher Horizont der wesentlichen Prozesse ungefähr Jahrzehnte, räumliche Ausprägung der wesentlichen Strukturen ungefähr Hektare) charakterisiert. Diese Vorgehensweise wird zwei weiteren wesentlichen theoretischen Vorgaben gestuetzt, nämlich dem Konzept der Organisationsebenen (vgl. Haber 1978) sowie der Ökotope als räumliche Ausprägung von Ökosystemen (vgl. Haber 1990). Die Strukturierung jeweiliger Organisationsebenen nach raum-zeitlichen Prozessen und Strukturen erweist sich neben der stoffhaushaltlichen Bilanzierung als geeignetes methodisches Grundgerüst zur Formulierung von Schlüsselprozessen in System-Einheiten, die dann in weiteren Schritten - wieder räumlich spezifiziert - als stoffhaushaltlich verändernd wirkende Prozesse formuliert und modelliert werden. Zustandscharakteristika wie auch Belastungsprozesse können methodisch und instrumentell in einem Geographischen Informationssystem bearbeitet werden, das automatisierte, flächenbezogene Verknüpfungen von z.T. sehr umfangreichen Datensätzen ermöglicht. Dazu werden neben Erläuterungen der Bestands- und Standortsdaten die Modelle zur Deposition, Bodenversauerung und Silikatverwitterung erarbeitet sowie eine erste stoffhaushaltlich und vegetationskundlich anstrebbare Ziel-Ausstattung der NO-bayerischen Waldgebiete vorgenommen. Um mögliche Reaktionen auf Veränderungen und Belastungen besser herauszustellen, wurden diese für sog. Fichtenökosystem-Reaktionstypen (in Anlehnung an Hauhs 1989a) und kritische Säure- und Stickstoffeintragsmengen (in Anlehnung an Nilsson & Grennfelt 1988, Schulze et al. 1989b) simuliert und diskutiert. Neben der Forderung nach einer ausgesprochen dringlichen Emissionsminderung, die allerdings europaweit betrachtet in naher Zukunft nicht zu erwarten ist, werden auf der Grundlage von stofflichen Betrachtungen Kompensations-, Mellorations- und Restaurationskonzepte entwickelt und diskutiert. Die Rechtfertigung für diese Vorgehensweise, bei z.T. lückiger Datenbasis und teilweise erst hypothetischen Vorstellungen zum stoffhaushaltlichen Funktionieren von Ökosystemen und ..
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141334912164ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar