Titel
Untersuchungen zum Mineralstoffhaushalt und Wachstum von jungen Tannen (Abies alba Mill.) und Fichten (Picea abies (L.) Karst.) in Modelloekosystemen bei Begasung mit SO2 und O3
Verfasser
Erscheinungsort
Göttingen
Erscheinungsjahr
1991
Seiten
228 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12164
Datensatznummer
102285
Quelle
Abstract
Der hier beschriebene Versuch ging von der Fragestellung aus, in welcher Weise die Immissionen SO2, O3 und saure Niederschlaege den Mineralstoffhaushalt von Modelloekosystemen beeinflussen und wie sie sich auf den Zuwachs der Baeume auswirken. Ziel war es, Hinweise darueber zu erhalten, welche Relevanz diese Schadstoffe fuer Freilandverhaeltnisse besitzen. Dazu wurden in sechs oben offenen Begasungskammern auf Lysimetern, der mit Boden von einem Freilandstandort in der natuerlichen Schichtfolge gefuellt war, jeweils acht junge Buchen, Tannen und Fichten eingepflanzt. Die zugefuehrte Luft wurde mit Aktivkohle gereinigt, in den drei Behandlungsvarianten wurde SO2 und O3, einzeln und in Kombination, zudosiert. Die SO2- und O3-Konzentrationen wurden auf Werte einreguliert, wie sie in gering belasteten Regionen Mitteleuropas vorliegen. Als Vergleich dienten drei Varianten. Beregnet wurde mit Loesungen von pH 4 in fuenf der Kammern und pH 5 in einer der drei Vergleichsvarianten. Eine Vergleichskammer erhielt waehrend der ersten Versuchshaelfte ungefilterte Luft. Der Versuch dauerte viereinhalb Jahre, die vorliegenden Ergebnisse entstanden vorwiegend waehrend der letzten beiden Jahre und nach Versuchsende. Im einzelnen wurden folgende Groessen bestimmt: Gesamtgehalte an Elementen in der Feinerde, pH-Werte der Bodensuspension, austauschbare Kationen, Ionenkonzentrationen in der Bodenloesung und der Gleichgewichtsloesung der Bodenporen (GBPL), Bodensaugspannung, potentielle Evapotranspiration, Bodentemperatur, Elementkonzentrationen von Holz und Nadeln, jaehrlicher Zuwachs der Baeume und Gesamtbiomasse nach Versuchsende. Die klimatischen Rahmenbedingungen innerhalb und ausserhalb der Kammern wurden kontinuierlich kontrolliert. Gewaechshauseffekte wurden durch einen hohen Luftdurchsatz minimiert. Die letzten beiden Versuchsjahre waren von einem Klima gepraegt, das sich vom langfristigen Mittel hauptsaechlich durch hoehere Lufttemperaturen und durch eine etwas geringere Sonnenscheindauer unterschied. Beim Vergleich zwischen dem Innern der Kammern und der Messtelle ausserhalb auf dem Versuchsgelaende ermittelte Seufert et al. (1990) im August 1985 um 3-4Grad C erhoehte Tagesmaximumtemperaturen der Luft; Die Tagesmittelwerte waren in dieser Zeit im Monatsmittel 1.6Grad C erhoeht. Die taeglichen Minima der RLF waren in derselben Periode im Monatsmittel im Innern um 1.5% hoeher als ausserhalb. Die Globalstrahlung und photosynthetisch aktive Strahlung wurde durch Schattiermassnahmen an die Verhaeltnisse in einem lueckigen Altbestand angepasst. Die nachmittaeglichen Bodentemperaturen unter den Baeumen lagen im Jahresverlauf zwischen 0 und 20Grad C, wobei der Boden nur selten gefroren war. Die Unterschiede zwischen den Kammern waren gering, abgesehen von zeitweise geringfuegig hoeheren Luft- und Bodentemperaturen und etwas geringeren relativen Luftfeuchten ..