Titel
Untersuchungen zur natuerlichen Verjuengung der Buche (Fagus sylvatica L.) auf ausgewaehlten Standorten Nordrhein-Westfalens
Verfasser
Erscheinungsort
Göttingen
Erscheinungsjahr
1989
Seiten
312 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12164
Datensatznummer
102262
Quelle
Abstract
Seit dem Beginn der planmaessigen Bewirtschaftung von Buchen-Hochwaeldern hat sich eine Fuelle von Autoren mit Fragen zur Behandlung und Foerderung von Buchennaturverjuengungen auseinandergesetzt. Waehrend fruehere Arbeiten neben der Behandlung von Einzelaspekten - wie die Wirksamkeit bestimmter Bodenbearbeitungsmassnahmen, dem Grad der Auflichtung des Altbestandes etc. - haeufig auch auf die Abhaengigkeit der Verjuengung von einer Vielzahl begleitender Faktoren hinwiesen, verlagerte sich in letzter Zeit unter dem Eindruck des Immissionsgeschehens das Interesse mehr auf die Moeglichkeit einer Beeintraechtigung von Buchennaturverjuengungen durch unguenstige bodenchemische Einfluesse. Berichte aus der Praxis ueber das Fehlgehen von Buchennaturverjuengungen auch auf gut naehrstoffversorgten, basenreichen Standorten gaben darueber hinaus Anlass zu der Vermutung, eine direkte Schaedigung von Blattorganen durch Immissionseinfluesse sei anzunehmen. Untermauert wurde dies durch Forschungsberichte ueber Ozonschaeden an Buchenkeimlingen- und Saemlingen, deren Symptomatik in Form von chloroseartig verfaerbten Blaettern mehr oder minder stark in den meisten Verjuengungsbestaenden auftrat. In der vorliegenden Arbeit wurden in Nordrhein-Westfalen nach der Mast 1983 in den Forstaemtern Brake, Horn, Brilon, Bueren, Schmallenberg und Wesel 14 Untersuchungsflaechen angelegt. Hier wurden Buchennaturverjuengungen unter oekologischen, boden- und pflanzenchemischen sowie pathologischen Aspekten untersucht und ihre Entwicklung ueber vier Jahre beobachtet. Begleitend wurden in einigen Blattduengungen, Bodenbearbeitungen und Kalkungen vorgenommen, um den Einfluss dieser Massnahmen auf Vitalitaet und Mortalitaet der Keimlinge und Saemlinge zu untersuchen. Ausgehend vom unterschiedlichen Zustand der Verjuengungen bei Versuchsbeginn im Juli 1984 und den vordringlich durchzufuehrenden Untersuchungen zur Wirksamkeit von Blattduengern wurde eine Versuchsanlage gewaehlt, die die gleichzeitige Bearbeitung verschiedener Fragestellungen erlaubte. Allen Versuchsstandorten gemeinsam war die Anlage von jeweils fuenf Versuchsparzellen auf homogenen Teilflaechen der Bestaende. In den Forstaemtern Brake, Horn, Brilon und Bueren wurden in 10 Versuchsbestaenden in denen auch Blattduengungsversuche durchgefuehrt wurden, je fuenf 8x8m grosse Versuchsflaechen angelegt, die wiederum in vier gleichgrosse quadratische Felder unterteilt wurden. Von diesen vier Parzellen diente eine als Null - Flaeche, waehrend auf die anderen verschiedene Blattduenger ausgebracht wurden. Die Null - Flaeche diente gleichzeitig zur langfristigen Beobachtung der Verjuengung und zu pflanzensoziologischen Untersuchungen sowie dem Vergleich mit der Entwicklung auf anderen Standorten. - An vier Versuchsstandorten im FoA Wesel und Schmallenberg, auf denen Bodenverwundungen mit tiefgehenden Pfluegen durchgefuehr...