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  • Titel
    Kalkungs- und Meliorationsexperimente im Solling: Initialeffekte auf Boden, Sickerwasser und Vegetation
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Seiten
    274 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12164
  • Datensatznummer
    102256
  • Quelle
  • Abstract
    Für die in Mitteleuropa durch anthropogene Luftverunreinigungen geschädigten Waldökosysteme werden Oberflächen- und Meliorationskalkungen als forstliche Möglichkeiten angesehen, weitere Schäden zu begrenzen bzw. eingetretene negative Veränderungen soweit wie möglich zu reparieren. In der Bundesrepublik Deutschland werden Oberflächenkalkungen in einigen Bundesländern bereits grossflächig durchgeführt. Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur Quantifizierung von positiven und negativen Effekten in den ersten beiden Jahren nach Oberflächen- und Meliorationskalkungen in Waldökosystemen. Mittels umfassender Versuchsanordnungen wurden auftretende Veränderungen in verschiedenen Ökosystemkompartimenten erfasst und Ökosystembilanzen erstellt. Für das Oberflächenkalkungsexperiment stellte sich die für die Praxis relevante Frage nach den Auswirkungen verschiedener Kalkmaterialien, die sich hinsichtlich Kalkart und Mahlfeinheit unterscheiden. Um Mittelpunkt der Untersuchungen auf der Meliorationsfläche stand das Ausmass der Anhebung der Basensättigung im Boden, die Entwicklung des Jungwuchses und die Wirkungen auf die Hydrosphäre. Die Freilandexperimente wurden im Herbst 1985 in einem Fichtenaltbestand (Oberflächenkalkungsversuch) und auf einer Kulturfläche (Meliorationsversuch) auf bodensauren Waldstandorten im Solling angelegt, die Auswirkungen wurden in den beiden darauffolgenden Jahren untersucht. In dem Oberflächenkalkungsversuch wurden 5 Kalkmaterialien getestet. Neben einem feingemahlenen kohlensauren Naturkalk kamen 2 verschiedene Industriekalke unterschiedlicher Mahlfeinheit ("grobe" Hochofen- und Konverterschlacke, "feine" Hütten- und Konverterkalke) zum Einsatz. Die Kalkmenge betrug einheitlich 6 t/ha. Fuer den Meliorationsversuch wurde auf einer Freifläche ein etwa 1m tiefer Vollumbruch mit einem Bagger durchgeführt. Auf der Grundlage von Basenneutralisationskapazitäts-Daten wurden 40 t Hüttenkalk/ha eingebracht. Anschliessend erfolgte eine Laubholzmischbestandsbegründung mit Buche und Bergahorn, bei der Lupine als Hilfspflanze mitangebaut wurde. Auf den 4 Intensivmessflächen des Oberflächenkalkungsversuches (die Kontrollfläche und die drei Parzellen mit den feingemahlenen Kalken) wurde in kurzen Abständen die chemische Zusammensetzung der Kronentraufe und der Bodenlösung (5 Tiefen: 10,20,40,60 und 100cm) analysiert. Gemessen wurden die Elemente: H,Na,K,Ca,Mg,Mn,Fe,Al,Cl,S,P,N. Auf allen 6 Versuchsflächen (Intensivmessflächen und die zwei Parzellen mit den "groben" Kalken) wurden vor und nach der Kalkung Boden- und Humusinventuren sowie zusaetzlich jährlich Nadeluntersuchungen und Bodenvegetationsaufnahmen durchgeführt. Mit derselben Methode wie oben beschrieben wurden für den Meliorationsversuch der Freilandniederschlag und das Sickerwasser in 100cm Tiefe untersucht. Die Entwicklung des ....
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141338412164ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar