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  • Titel
    Vergleichende Betrachtung des Schwermetallhaushalts verschiedener Waldoekosysteme Norddeutschlands
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1987
  • Seiten
    217 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12164
  • Datensatznummer
    102205
  • Quelle
  • Abstract
    In der vorliegenden Arbeit werden verschiedene Waldoekosysteme hinsichtlich ihres Schwermetallhaushaltes miteinander verglichen. Untersucht werden die Schwermetalle Chrom, Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Cadmium und Blei. Die Untersuchungen werden in acht Waldoekosystemen in Norddeutschland durchgefuehrt. Die Bestaende unterscheiden sich hinsichtlich ihrer geologischen Substrate (loessueberlagertes Sedimentgestein, periglacialer Sand), der Baumarten (Buche, Eich, Fichte, Kiefer), der Exposition sowie der Schadbilder. Ueber zwei Jahre (1983-85) hinweg wurden der Freiflaechenniederschlag, die Kronentraufe, der Stammabfluss, der Streufall und das Sickerwasser unterhalb der Humusauflage sowie unter dem durchwurzelten Mineralboden kontinuierlich gesammelt. Anhand der Schwermetallgehalte wurden die Flussraten berechnet. Mittels einer Bilanzierung aller erfassten Flussraten wird das Verhalten der verschiedenen Schwermetalle im Gesamtsystem beschrieben. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: I. Atmosphaerische Eintraege - Die hoechsten Depositionsraten mit dem Freiflaechenniederschlag weist das exponiert gelegene Solling-Plateau auf, die niedrigsten sind in der Schutzlage des Leinegrabens zu finden. Mittlere Depositionsraten mit dem Niederschlag lassen sich in der Norddeutschen Tiefebene messen. - Blei und Cadmium zeigen die engste Korrelation zwischen der Niederschlagsmenge. Geringere Korrelationen weisen Zink, Kupfer und Chrom auf, waehrend die Nickel- Niederschlagsdeposition von der Menge der gefallenen Niederschlaege unabhaengig zu sein scheint. - Langjaehrige Messungen der Niederschlagsdeposition im Solling lassen eine Verringerung der Bleieintraege im zeitlichen Zusammenhang mit der Einfuehrung des Benzinbleigesetzes Mitte der siebziger Jahre erkennen. - Auch die Kupferdeposition im Solling weist einen Rueckgang seit 1980 auf, vermutlich als Folge der Verminderung der Emissionsrate eines Nahemittenten. - Bei der Passage durch den Kronenraum reichern sich die Niederschlaege in den meisten Waldbestaenden mit Schwermetallen an. Nur Blei und Chrom werden verstaerkt an den Kronenoberflaechen festgelegt. - Die Kronendachdifferenzen von Zink, Cadmium und Blei lassen eine ausgepraegte Saisonalitaet erkennen. Diese Elemente werden im Sommer nur wenig, im Winter dagegen verstaerkt von den Bestandesoberflaechen desorbiert. Kupfer weist in den Bestaenden von Buche, Eiche und Kiefer im Sommer eine hoehere Kronendachdifferenz auf, was auf eine Pflanzenauswaschung von Kupfer hindeutet. - Der Bodeneintrag (Bestandesniederschlag plus Streufall) stellt fuer die untersuchten Schwermetalle eine gute Naeherung fuer die Rate der gesamten atmosphaerischen Deposition dar. Am Bodeneintrag spiegelt sich die unterschiedliche Belastungssituation exponierter und geschuetzter Bestaende deutlicher wider als im Freiflaecheneintrag. II. Sickerwasseraustraege (unt..
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142288212164ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar